Berlin : Einkaufen ohne Grenzen

Ab heute gibt es keinen Ladenschluss mehr

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Ab sofort gibt es in Berlin werktags keinen Ladenschluss mehr: Jeder Händler darf rund um die Uhr öffnen. An den Adventssonntagen (außer Heiligabend) und an jährlich sechs weiteren Sonntagen ist der Verkauf von 13 bis 20 Uhr erlaubt. In der Praxis werden die Kunden die neue Freiheit jedoch fast überall erst Ende November bis Anfang Dezember erleben. Die meisten Läden konnten nicht schnell genug darauf reagieren, dass der Senat das neue Ladenöffnungsgesetz acht Tage früher als geplant in Kraft treten ließ.

Vorreiter ist das Kulturkaufhaus Dussmann in der Friedrichstraße: Es öffnet heute die ganze Nacht lang und feiert eine „Ladenschluss-Killer-Party“. Auch künftig sollen die Kunden an jedem Freitag rund um die Uhr bedient werden – und an den übrigen Werktagen bis 24 Uhr. Sonntags will man alle Möglichkeiten ausschöpfen.

Heute öffnet auch der Geschenke- und Dekorationsladen Butlers , Kurfürstendamm 203, bis 22 Uhr. Regelmäßig soll erst ab Dezember länger verkauft werden. Karstadt in der Wilmersdorfer Straße öffnet morgen bis 23 Uhr. Über die dauerhafte Ausdehnung der Zeiten wird noch mit dem Betriebsrat verhandelt – wie auch in anderen Warenhäusern. Die meisten Shoppingcenter wollen ab Dezember länger öffnen, die Spandau Arcaden, Neukölln Arcaden und Schönhauser Allee Arcaden bereits ab 24. November (freitags und sonnabends bis 22 Uhr).

Boris Kupsch, Vorstandsmitglied der AG City und Betreiber des Internetportals www.kurfuerstendamm.de, startete eine Umfrage unter Händlern. Ab kommender Woche will er online die Öffnungszeiten in der City-West auflisten. Einen stadtweiten Überblick bereitet die Berlin Tourismus Marketing GmbH vor (www.berlin-tourist-information.de).

Für die Friedrichstraße strebt die dortige Interessengemeinschaft einheitliche Geschäftszeiten an. Das sei wichtiger als ein sofortiger Start des Spätverkaufs, sagte der Vorsitzende Rainer Boldt. CD

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