Einsatz für Verständigung und Toleranz : Jüdisches Museum ehrt Schäuble und Burda

Im Rahmen der jährlichen Jubiläumsgala ehrt das Jüdische Museum seit 2002 Persönlichkeiten, die sich auf herausragende Weise für Bildung, Menschenwürde und den Dialog zwischen Kulturen und Religionen einsetzen..

Elisabeth Binder
Wolfgang Schäuble
Wolfgang SchäubleFoto: AFP

Dem Mauerfalljubiläum kann sich auf seine Weise auch das Jüdische Museum nicht entziehen. Dort bekommen am Samstagabend im Rahmen der jährlichen Gala Finanzminister Wolfgang Schäuble und Verleger Hubert Burda den Preis für Verständigung und Toleranz überreicht. Diese Zeremonie will der eigens aus den USA angereiste Gründungsdirektor Michael Blumenthal gemeinsam mit seinem Nachfolger Peter Schäfer vornehmen. Ebenfalls aus den USA reist der frühere Finanzminister Timothy Geithner an, um die Laudatio auf Wolfgang Schäuble zu halten. Eigentlich ist dieser Preis eine Ehrung fürs Lebenswerk, und Schäuble wird vor allem für seine historischen Verdienste um die Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas geehrt. Hervorgehoben wird auch die Tatsache, dass er die Deutsche Islam Konferenz ins Leben gerufen hat mit dem Ziel, einen institutionellen Rahmen für den Dialog zwischen Menschen muslimischen Glaubens und Vertretern aller Ebenen des Gemeinwesens zu schaffen.
Die Laudatio auf den Verleger Hubert Burda wird die Autorin Rachel Salamander halten. Geehrt wird er für seinen Weitblick im Zuge der digitalen Revolution und für sein vielfältiges Engagement mit der Hubert Burda Stiftung, in der verschiedene Stiftungen zu medizinischen und soziokulturellen Schwerpunkten vereint sind. Auch sein Einsatz für ein tolerantes Miteinander wird in diesem Zusammenhang hervor gehoben. Früher haben den Preis unter anderem Johannes Rau, Richard von Weizsäcker, Helmut Kohl, Angela Merkel, Daniel Barenboim, Iris Berben und Heinz Berggruen bekommen.

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