Einwohnerzahlen : Berlin wächst, Brandenburg hofft auf Nachwuchs

Zugezogene aus den alten Bundesländern bescheren Berlin im vierten Jahr in Folge eine wachsende Bevölkerung. In Brandenburg leben dagegen so wenig Bürger wie nie seit der Wiedervereinigung. Dennoch lässt ein Baby-Boom hoffen.

BerlinDie Einwohnerzahl Berlins steigt weiter. Ende vergangenen Jahres waren in der Bundeshauptstadt 3.431.700 Menschen gemeldet, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Freitag mitteilte. Dies entspreche einem Zuwachs von 15.400 Personen und damit 0,5 Prozent im Vergleich zum Jahresbeginn. Die Zahl der Berliner ist damit im vierten Jahr in Folge gewachsen.

Der Bevölkerungsanstieg ist den Statistikern zufolge vor allem auf Zuwanderung zurückzuführen. Die meisten Neuberliner kamen aus den alten Bundesländern, per Saldo waren es 9600 Personen. Aus den neuen Bundesländern zogen per Saldo knapp 3400 Personen zu.

Auch die Zahl der Geburten stieg in Berlin im Vergleich zum Vorjahr an. Im Jahr 2008 kamen in Berlin 31.936 Kinder zur Welt. Trotz des Anstiegs der Sterbefälle gab es 2008 noch einen leichten Geburtenüberschuss von 25 Personen, im Vorjahr waren es 194 Personen.

Brandenburg mit niedrigstem Bevölkerungsstand seit Wiedervereinigung

Die Bevölkerungszahl in Brandenburg hat der Statistik zufolge den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht. Ende vergangenen Jahres lebten in Brandenburg rund 2.520.000 Menschen, während 1990 die Zahl noch bei fast 2.580.000 lag, wie das Amt für Statistik Berlin-Brandenburg am Freitag in Potsdam mitteilte. Im Jahr 2000 hatte die Bevölkerungszahl ein zwischenzeitliches Hoch von gut 2.600.000 erreicht.

Auch die Zuwanderungszahl hat vergangenes Jahr gegenüber dem Vorjahr weiter abgenommen. Rund 60 000 Menschen zogen ins Land, so wenig wie seit 1992 nicht mehr. Fast 66.000 verließen Brandenburg. Zusammen mit dem Sterbeüberschuss verzeichnete das Land 2008 einen Bevölkerungsverlust von rund 13.200 Menschen. Das entspricht den Angaben zufolge 0,5 Prozent der Gesamtbevölkerung Brandenburgs.

Gestiegen hingegen ist 2008 die Geburtenzahl. Mit rund 18 000 Neugeborenen kamen 219 Kinder mehr zur Welt als noch 2007. Laut Statistikamt ist das die höchste Geburtenzahl seit der Wiedervereinigung. (ho/ddp)

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