Berlin : Ende der Probezeit: Drei Prozent der Siebtklässler bestehen das erste Halbjahr nicht

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Eigentlich war für die Ferien etwas ganz anderes geplant, da kommt der Anruf von der Schule: "Ihr Kind hat leider die Probezeit nicht überstanden. Sie müssen sich eine neue Schule suchen." Am Freitag endet für 36 500 Berliner Schüler das erste Halbjahr der 7. Klasse - und damit das Ende der Probezeit. Jährlich bestehen rund drei Prozent der Schüler das Halbjahr nicht. In Berlin sind also in diesem Jahr bei 19 900 Gymnasiasten und Realschülern rund 600 Kinder betroffen. Zwischen dem zehnten und dem achten Unterrichtstag vor den Winterferien setzt sich die Klassenkonferenz unter Leitung des Schulleiters zusammen, um über die Leistungen der Schüler zu beraten. Danach ruft der Klassenlehrer die Eltern an, bevor eine Benachrichtigung in die Post geht. Die Schulverwaltung geht davon aus, dass die Mitteilung für die Eltern keine Überraschung ist, sondern sie schon vorher von den Schwierigkeiten erfahren haben.

Eine Fünf oder Sechs zählt als "Leistungsausfall". Nicht bestanden ist die Probezeit, wenn man in zwei Fächern schlechter als ausreichend abschneidet und keinen Ausgleich hat. Bei drei Noten unter vier, kann eine sechs durch zwei Zweier und eine fünf durch zwei Dreier wettgemacht werden. Wichtig ist, dass schlechte Noten in den Kernfächern Deutsch, Englisch, Mathe und der zweiten Fremdsprache nur durch mindestens befriedigende Leistung in ebendiesen ausgeglichen werden können.

Für die Suche nach der neuen Schule haben Eltern und Schüler bis zum Beginn des zweiten Halbjahres am 18. Februar Zeit. "Ferien sind lediglich unterrichtsfreie Zeit", sagt der Sprecher der Schulbehörde, Moritz Felgner, die Sekretariate sind auch in den Winterferien besetzt. Hilfe bei Auswahl einer neuen Schule bietet die Eltern-Hotline des Landesschulamtes unter 0800 572 1111 oder die Website www.lsa-berlin.de .

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