Entwarnung für ITB-Besucher : An Flughäfen kein Streik bis Montag

Der Tarifkonflikt an den Berliner Flughäfen ist vorerst entschärft. Als Reaktion auf ein neues Arbeitgeberangebot kündigte die Gewerkschaft Verdi am Freitag an, mindestens bis Montag auf Warnstreiks zu verzichten.

Nicht nur Putzmittel legen den Flughafen gelegentlich lahm. Im März 2012 sind Mitarbeiter der Gepäckabfertigung in einen Warnstreik getreten.Weitere Bilder anzeigen
Foto: Rainer W. During
02.03.2012 09:27Nicht nur Putzmittel legen den Flughafen gelegentlich lahm. Im März 2012 sind Mitarbeiter der Gepäckabfertigung in einen...

Aufgrund der Entscheidung können auch die Besucher der Internationalen Tourismus-Börse (ITB) am Sonntag störungsfrei ihren Rückflug von Tegel oder Schönefeld antreten.

Die Verdi-Tarifkommission will am Montag über das neue Angebot für die 1500 Beschäftigten von Globe Ground beraten. Interessant sei, dass die Arbeitgeberseite offenbar jetzt über einen Manteltarifvertrag verhandeln wolle, dem auch der Globe-Ground-Konkurrent Acciona beitreten solle, sagte Verhandlungsführer Jens Gröger. „Ein Flächentarifvertrag, für den wir uns starkmachen, würde der drohenden Lohnkonkurrenz am neuen Flughafen einen Riegel vorschieben“, erklärte er mit Blick auf künftige Zusammenarbeit am Großflughafen BER, der am 3. Juni in Betrieb geht.

Einen Termin für die nächste Verhandlungsrunde gibt es noch nicht. Der Fahrplan könnte aber nun so aussehen, dass zunächst über einen Manteltarif über die Arbeitsbedingungen verhandelt werde und dann über die Höhe der Einkommen, sagte Gröger. Darüber müsse aber die Tarifkommission am Montag entscheiden.

Die Gewerkschaft fordert bei Globe Ground vier Prozent mehr Geld für zwölf Monate. Das jüngste Angebot enthält nach Angaben des Unternehmens eine Erhöhung der Vergütungen um durchschnittlich 1,9 Prozent. Dies sei zu den 2,3 Prozent Anhebung zu rechnen, die bereits als Inflationsausgleich gezahlt worden seien. Globe-Ground-Geschäftsführer Bernhard Alvensleben sprach von einem Angebotsvolumen von 4,7 Prozent, wenn man auch berücksichtige, dass Mitarbeiter in höhere Lohngruppen aufsteigen. (dpa)

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