Berlin : Erneut etwa 30 000 Skater am Start

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Am Mittwochabend rollten bei der 12. Blade-Night wieder rund 30 000 Inline-Skater durch die Stadt. Wie schon zuvor war auch dieses Treffen als Demonstration angemeldet. Seit dem Start der ersten Blade-Night in diesem Jahr, am 5. Mai, rollen die Inline-Skater regelmäßig für Gleichberechtigung im Straßenverkehr durch Berlins Mitte und fordern, dass die Fortbewegung auf acht Rollen als alternatives Bewegungsmittel auf den Straßen anerkannt wird.

Noch müssen für diese Gleichberechtigung allerdings alle 14 Tage die Straßen zwischen Ernst-Reuter-Platz, Brandenburger Tor und Opernpalais gesperrt werden. Das beinträchtigt vor allem den Autoverkehr. Verkehrssenator Jürgen Klemann (CDU) hatte im Juni genug von den damals noch wöchentlichen Verkehrs-Stillständen. Er wollte die Blade-Night verbieten lassen, doch darüber konnte nur Innensenator Eckart Werthebach (CDU) entscheiden. Veranstalter und Senatsinnenverwaltung einigten sich schließlich auf einen Kompromiss: die Blade Night findet nur noch alle 14 Tage statt, beginnt statt um 20 Uhr erst eine Stunde später und verfolgt jedes Mal eine andere Route.

Doch das Konzept ging nicht auf: Bei der Fahrt durch Wohngebiete fuhren erboste Anwohner trotz Absperrungen in den Korso hinein. Nach erneuten Verhandlungen mit der Polizei einigte man sich wieder auf die alte Strecke - mitten durch die Stadt. So können Autofahrer sich bis zur letzten Blade-Night am 15. September darauf einstellen, dass die Strecke zwischen S-Bahnhof Tiergarten, Potsdamer Platz, Brandenburger Tor und Unter den Linden jeden zweiten Mittwoch von 21 Uhr bis etwa 22.30 Uhr abschnittsweise gesperrt sein wird. Informationen gibt es im Internet unter www.bladenightberlin.com.

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