Ersatzverkehr in Berlin : U6 und U7 seit dem Morgen unterbrochen

Auch andere neue Baustellen im Nahverkehr nerven in den Ferien mit Umleitungen und Ersatzverkehr.

Immer schön mit Bauhelm. Auf der U 6 wird immer irgendwo gebaut, BVG-Chefin Sigrid Nikutta hat die passende Arbeitskleidung stets dabei.
Auf der U 6 wird immer irgendwo gebaut, BVG-Chefin Sigrid Nikutta hat die passende Arbeitskleidung stets dabei.Foto: dpa

Wer daheim bleibt, hat einfach Pech. In der Ferienzeit folgt eine Baustelle auf die andere. Schienen- und Straßenbauer nutzen die Ferien mit weniger Verkehr, um kräftig zu bauen. Vor allem in den langen Sommerferien. Wer mit Bahnen und Bussen unterwegs ist, muss auf zahlreichen Verbindungen häufiger umsteigen und ist länger unterwegs. Ein Überblick:

U 6 und U 7

Seit Freitagmorgen hat die BVG ihre Sperrungen bei der U-Bahn ausgedehnt. Die BVG baut eine neue Signaltechnik ein. Außerdem gibt es Arbeiten an den Gleisen. Für Fahrgäste heißt das: Schienenersatzverkehr mit Bussen. Nun ist bis zum 3. September auch die Linie U zwischen Yorckstraße und Hermannplatz.unterbrochen. Zudem fahren die Züge auf der U 7 zwischen Berliner Straße und Yorckstraße nur alle 15 Minuten.

Die Bushaltestellen liegen zum Teil über 100 Meter entfernt von den Bahnhöfen. Am Bahnhof Möckernbrücke halten die Busse nicht. Detaillierte Informationen gibt es im Internet, auf Plakaten und Flyern sowie durch Mitarbeiter auf den Bahnhöfen, sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz.

Hart trifft es auch Fahrgäste auf dem Südabschnitt der U-Bahn-Linie U 6 (Alt-Tegel– Alt-Mariendorf). Noch bis zum 31. August ist der Abschnitt Französische Straße-Platz der Luftbrücke unterbrochen. Gebaut wird bereits seit dem 11. August in mehreren Etappen mit verschiedenen Streckensperrungen.

Die BVG ersetzt auf dem Abschnitt Kochstraße–Alt-Mariendorf  die alte Relais-Signaltechnik durch ein elektronisch gesteuertes Stellwerk. In vier Bauphasen mussten und müssen Fahrgäste abschnittsweise in Busse umsteigen, weil die U-Bahn deshalb nicht mehr fahren kann. Busspuren gibt es nur, wenn es auf den Straßen ausreichend Platz dafür gibt. Wenn die Arbeiten abgeschlossen sein werden, wird der Betrieb flexibler. Die Züge können dann in jede Richtung auf beiden Gleisen fahren. Dadurch kann sich die Zahl der Vollsperrungen bei künftigen Arbeiten verringern.

Nach den Ferien wird auch noch gebaut. Vom 4. September bis 17. September fahren wiederum auf der U 7 zwischen dem Bahnhof Neukölln und Britz-Süd keine Züge; hier wird Asbest aus dem Tunnel entfernt.

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