Europaschulen : Märkische Grundschule muss nicht umziehen

Erst sollten die Deutsch-Französischen Europaschüler im Märkischen Viertel Platz machen für Regelschüler. Jetzt sieht es so aus, als würde ihr Umzug abgewendet. Aber die neue Linie birgt neue Risiken.

Susanne Vieth-Entus

In seltener Eintracht haben alle Fraktionen im Reinickendorfer Schulausschuss für den Verbleib der Deutsch-Französischen Europaschule im Märkischen Viertel und gegen den Umzug nach Heiligensee votiert. Unterstützung erhielten sie von der Bildungsverwaltung, die die Europaschulen gut erreichbar und nicht am Stadtrand sehen möchte. Bildungsstadträtin Katrin Schultze-Berndt (CDU) ist somit gezwungen, eine andere Möglichkeit zu finden, um den Mangel an Regelschulplätzen im Märkischen Viertel auszugleichen. „Fest steht, dass wir zusammenrücken müssen“, sagte sie am Montag dem Tagesspiegel. Mitte Juni entscheidet die BVV über das weitere Vorgehen.

Schon jetzt zeichnet sich ab, dass es nicht einfach wird, eine Alternative für die Räume der Märkischen Grundschule zu finden. Sie soll lediglich einen der rund drei zusätzlichen Klassenzüge aufnehmen, die ab 2014/15 erwartet werden. Weitere Kinder könnten am Standort der Lauterbach-Schule unterkommen, die zur inklusiven Modellschule entwickelt werden soll. Unklar ist aber, ob dann noch Platz für die dortigen Förderschüler der Sekundarstufe I bleibt oder ob sie umziehen müssen. Außerdem setzt der Schulausschuss auf neue Kapazitäten an der Peckwisch- und veränderte Einzugsbereiche an der Rollberge-Schule.

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