Berlin : Evangelische Akademie eröffnet: Tageszentrum mit Restaurantbetrieb am Gendarmenmarkt

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"Hier dürfen sie nicht durch", sagte gestern ein junger Mann, der an einer Absperrung am Gendarmemarkt stand. Besucher, die von der Markgrafenstraße zum neuen Restaurant wollten, mussten deshalb einmal fast um die ganze Französische Friedrichstadtkirche laufen. das passend zu der Sitiuation am Platz Refugium heißt, In dem Tagungsort der Akademie ist auch ein Restaurant, das bereits verpachtet wurde und nicht ganz unpassend zu der Situation am Gendarmenmarkt den Namen Refugium trägt. Durch Absperrungen für ein Konzert entdecken ihn Passanten im Moment eher zufällig.Das Eingangstor am Gendermanmarkt ist bereits weit offen, Restaurantstühle und -tische davor verlocken zum Eintreten. Nach sechs Jahren Planungs- und nur acht Monaten Umbauzeit wurden gestern die neuen Tagungsräume der Evangelischen Akademie zu Berlin am Gendarmenmarkt eröffnet. Bei der Eröffnungsfeier segnete der Bischhof der Evangelischen Kirche in Berlin-Brandenburg, Wolfgang Huber. Der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, Andreas Nachame, und Kultursenator Christoph Stölzl sprachen zudem Grußworte. Für knapp vier Millionen Mark hat die Evangelische Kirche Deutschland (EKD) die gesamte Unterkirche der Französischen Friedrichstadtkirche (auch Hugenottenkirche), dass Gebäude neben dem Französischen Dom zu einer modernen Tagungsstätte umbauen lassen. Auch der Hauptraum, der bis zu 180 Stühle fasst, soll an andere vermietet werden. Zudem soll der Tagungsort auch an andere Vermietert werden.

Bereits zuvor hatte die EKD das Haus gegenüber in der Charlottenstraße 53/54 gekauft, die zu DDR-Zeiten der Sitzt der Ost-CDU war. Dort ist nun der Sitzt der Evangelischen Akademie, die neben den Räumen am Gendarmenmarkt auch eine Tagungsstätte auf der Havelinsel Schwanenwerde besitzt. Am Gendarmenmarkt soll es jedoch viel unkomplizierter zugehen, als auf der Insel, wo Interessierte sich für die Tagungen mehrere Tage vorher anmelden müssen. Dort könne man sich auch noch am selben Tag zur Teilnahme entscheiden, versprach der Leiter der Akademie, Rolf Hanusch gestern. In der neobarocken 300 Jahre alten Oberkirche, die nach dem Krieg vollstängig zerstört und wieder aufgebaut wurde, wird es weiterhin Gottesdienste auf Französisch und Dienstag bis Freitag um 12 Uhr 30 eine Orgelandacht geben, die Mitglieder der Gemeinde der Französich-Reformierten Kirche und der Friedrichswerderschen Kirchengemeinde der Evangelischen Kirchenutzen.

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