Berlin : Explosion in Berliner Wohnhaus: In der Lepsiusstraße starben 7 Menschen

CD

Bei der Gasexplosion an der Steglitzer Lepsiusstraße 57 starben vor fast genau zwei Jahren, am 4. August 1998, sieben Menschen in den Trümmern ihres völlig zerstörten Wohnhauses. Es war die bis heute folgenschwerste Gasdetonation in Berlin. Als Ursache wurde eine Manipulation an der zentralen Gasleitung im Keller festgestellt: Den Ermittlungen zufolge war ein so genannter Prüfstopfen aus der Leitung entfernt worden. Als möglicher Täter gilt der 13-jährige Sven T., der die Nacht allein zu Hause verbracht hatte und selber ums Leben kam. Seine Täterschaft blieb allerdings unbewiesen.

Nach der Explosion um sechs Uhr früh hatten Rettungsteams tagelang in den etwa 2000 Tonnen Schutt nach Überlebenden gesucht. Suchhunde hatten Lebenszeichen gewittert - aber wie sich später zeigte, stammten diese nur von einem Hund, der in einem Hohlraum überlebt hatte. Zu den Opfern der Katastrophe gehörten neben Sven T. auch eine 68-jährige und ihre zwei Töchter im Alter von 38 und 46 Jahren, von denen eine als Zeitungsausträgerin auch für den Tagesspiegel tätig gewesen war. Ferner starben ein älteres Ehepaar und ein 70-Jähriger. Das vierstöckige Gebäude mit elf Eigentumswohnungen war Mitte der 50er Jahre errichtet worden. Vor ein paar Monaten begann der Bau eines neuen Wohnhauses an gleicher Stelle. Es ist zurzeit im Rohbaustadium.

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