• Fast 4000 Mal kam Hilfe per Hubschrauber Rettungshelikopter kann bald auch nachts fliegen

Berlin : Fast 4000 Mal kam Hilfe per Hubschrauber Rettungshelikopter kann bald auch nachts fliegen

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Senftenberg/Berlin - In der Region kommen die vier ADAC-Rettungshubschrauber immer häufiger zum Einsatz. Allein die am Charité-Klinikum Benjamin Franklin in Steglitz stationierte Besatzung startete im vergangenen Jahr 2 175 Mal in die Luft, um 1 618 in Lebensgefahr geratene Menschen zu versorgen oder in ein Krankenhaus zu fliegen. Das waren 231 Einsätze mehr als im Vorjahr. In Perleberg steht eine weitere Maschine, in Senftenberg zwei. Insgesamt wurden die fliegenden Helfer zu fast 4 000 Einsätzen in Berlin, Brandenburg und den angrenzenden Bundesländern gerufen, wie ADAC-Vorstandsmitglied Joachim Kosack am Dienstag bei der Vorstellung der Jahresbilanz in Senftenberg sagte.

Rund die Hälfte aller Einsätze entfällt auf internistische Notfälle wie Herz- und Kreislauferkrankungen. Zehn Prozent werden nach einem Verkehrsunfall geflogen, 15 Prozent entfallen auf andere Unfälle, etwa am Arbeitsplatz oder in der Freizeit. Immer häufiger übernehmen die ADAC-Hubschrauber die Aufgabe von Notärzten. „Wir sind mit Tempo 250 nicht nur schneller als die Rettungswagen, sondern sind gerade in ländlichen Gebieten oft die einzigen Helfer“, sagte der Senftenberger Stationsleiter Ingolf Bartzok. In Zukunft wird einer seiner Hubschrauber sogar nachts fliegen können – ein Pilotprojekt für ganz Deutschland. Derzeit wird in Senftenberg der Gebrauch eines Nachtsichtgerätes trainiert, das in den USA für militärische Zwecke entwickelt wurde. Mit seiner Hilfe können Piloten Hindernisse wie Windräder und Hochspannungsleitungen auch bei Dunkelheit erkennen.

Finanziert werden die Hubschrauber samt Besatzung hauptsächlich aus den Erstattungszahlungen durch die Krankenkassen, aber auch durch die ADAC-Mitglieder. Sie zahlen im Schnitt rund einen Euro ihres Jahresbeitrages für die Luftrettung, die, wenn nötig, jedermann zugutekommt.Claus-Dieter Steyer

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