Ferien in Berlin : Pfingsten gibt es länger schulfrei

Schüler und Lehrer können sich schon mal auf ein verlängertes Pfingstwochenende freuen. Dafür beginnen allerdings die Sommerferien später.

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Und müsste der Junge nicht ganz oft das schöne Wort an die Tafel schreiben, dann hätte er noch viel länger: Ferien.
Und müsste der Junge nicht ganz oft das schöne Wort an die Tafel schreiben, dann hätte er noch viel länger: Ferien.Foto: dpa/ZB

Ab dem nächsten Schuljahr ist der Dienstag nach den Feiertagen unterrichtsfrei. Dafür gehen dann allerdings die Sommerferien einen Tag später los, letzter Schultag ist ab Juli 2015 immer mittwochs. Diese Änderungen gehen aus einem Rundschreiben an alle Berliner Schulleiter hervor, in dem die Senatsbildungsverwaltung über „Planung und Organisation des Schuljahres 2014/15“ informiert.

In dem Schreiben werden die Neuerungen konkretisiert, die Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) bereits im April als „Maßnahmen zur Steigerung der Attraktivität des Lehrerberufs“ angekündigt hatte. Damals hieß es allerdings noch, dass Lehrer künftig zwei flexible freie Tage im Schuljahr selbst wählen können und nicht nur einen, wie bisher. Dass es jetzt doch nur einen flexiblen Tag gebe und den festen freien Tag nach Pfingsten, sei auf Wunsch der Schulen passiert, heißt es aus der Bildungsverwaltung, die fürchteten, dass bei zwei flexiblen Freitagen zu viele Vertretungsstunden anfielen.

In dem Schreiben geht es auch um die Arbeitszeitkonten der Lehrer

In dem Schreiben wird auch die künftige Altersermäßigung und der Abbau der Arbeitszeitkonten konkretisiert. Lehrer, die mindestens eine Zweidrittel-Stelle haben, können nach der Vollendung des 58. Lebensjahres eine Stunde weniger arbeiten, ab 61 Jahren zwei. Über die Arbeitszeitkonten, die ab August 2014 aufgelöst werden, kann die Unterrichtsverpflichtung weiter verringert werden. Kritik kommt von der GEW und von der Linkspartei. „Die Änderungen sind noch nicht im Parlament behandelt worden, der Senat schafft einfach Fakten“, sagte Regina Kittler (Linke).

Die Altersermäßigung kompensiere die Arbeitszeiterhöhung, die 2003 eingeführt worden sei, nicht ausreichend, Lehrer müssten jetzt letztendlich mehr arbeiten. Mehr arbeiten müssen die Berliner Pädagogen definitiv schon in den nächsten Sommerferien. Dann müssen sie nämlich die letzten drei Arbeitstage vor Ferienende in der Schule verbringen. Bisher gab es nur einen Präsenztag.

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