Berlin : Fête de la Musique: Sommerfest der Musik

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Die Fête de la Musique ist ein Berliner Erfolgsmodell. Vor sechs Jahren waren es gerade mal 4000 Zuschauer, die nach Pariser Vorbild das Sommerfest mit acht Bands auf zwei Bühnen feierten. Am morgigen Donnerstag dürften sich zum weltweiten Feiertag der Musikfreunde rund 50 000 Menschen vor 60 Bühnen scharen, auf denen rund 400 Bands, Solisten und Ensembles Musik nahezu jeglicher Stilrichtung spielen. Ab dem Vormittag bis in die späte Nacht hinein wird zwischen Köpenick und Spandau, Neukölln und Prenzlauer Berg gerockt, geswingt und gejazzt, gesungen, getrommelt und gezupft. Die Palette der Musiker reicht von Lokalmatadoren wie "Seeed", die im Mauerpark in Prenzlauer Berg spielen, über die Jugend-musiziert-Preisträger Julius und Fridolin Helm, die in der Passionskirche klassische Gitarrenmusik aufführen bis hin zu Caféhaus-Akkordeonspieler Ulrich Kothlow, der in den Galeries Lafayette in die Tasten greift. Freunde klassischer und experimenteller Musik kommen unter anderem in der Gedächtniskirche auf ihre Kosten, wo Studenten der HdK aufspielen. Jazzfans werden zum Beispiel vor der Passionskirche bedient, Rock- und Popliebhaber unter anderem im Volkspark am Weinbergsweg in Mitte. Wer noch härtere Kost mag, kann sich im Mauerpark in Prenzlauer Berg mit Punk und Hardcore die Ohren durchpusten lassen. Der Eintritt ist bei allen Veranstaltungen frei, die meisten Bühnen sind unter freiem Himmel. Neben etlichen Berliner Musikern treten auch Gäste aus Frankreich, Polen, den USA und anderen Ländern auf. Außerdem spielen an etlichen Ecken der Stadt Straßenmusiker aus aller Welt. Ein spezielles Programm für Jugendliche mit Schülerbandfestival und Sportmöglichkeiten bietet "La Jeune Fête" im Freizeit- und Erholungszentrum (FEZ) in der Wulheide.

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