Berlin : Feuerwehr sammelt hunderte Vögel Virus in Berlin bisher nicht nachgewiesen

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Nach dem Ausbruch der Vogelgrippe im Berliner Umland hat sich die Seuche nicht auf die Stadt ausgedehnt. „Es gibt keinen Verdachtsfall“, sagte eine Sprecherin der Gesundheitsverwaltung am Sonntag. Allerdings sammelt die Feuerwehr inzwischen täglich bis zu 120 tote Vögel ein. Bei Wasser- und Raubvögeln markiere die Feuerwehr den Fundort jeweils mit Kreidespray, um ihn bei einem positiven Befund wiederfinden und absperren zu können. Die Kadaver würden in Säcken verpackt zum Institut für Lebensmittel, Arzneimittel und Tierseuchen (ILAT) gebracht. Dessen Leiter Jochen Hentschke gab auch im Fall einer toten Katze Entwarnung, die am Sonnabend in Marzahn gefunden worden war. Da das Vogelgrippe-Virus in Berlin bisher nicht nachgewiesen worden sei, habe man das Tier – wie andere tote Katzen auch – nur vorsorglich auf den Erreger untersucht, sagte er. Auch in Brandenburg, wo das Virus vom Typ H5N1 bisher bei sechs toten Wildvögeln nachgewiesen wurde, wurde am Wochenende kein neuer Fall bekannt.

Ebenso wie in Berlin wurden auch in Brandenburg nach Auskunft von Tierheimen nicht mehr Katzen abgegeben als sonst. Das Berliner Tierheim hat nach Angaben von Sprecher Marcel Gäding in der vergangenen Woche 19 Vögel bekommen, „zwei davon mit der Begründung Vogelgrippe“ – was aber wohl eher ein Vorwand der Besitzer gewesen sei. Nach wie vor würden sowohl Vögel als auch Katzen an neue Besitzer vermittelt. Dafür hat das Berliner Tierheim ein von der Vogelgrippe unabhängiges Problem: Die Hundeboxen seien überbelegt. Zurzeit würden 300 Tiere betreut, obwohl der Platz nur für 270 vorgesehen sei. Gäding vermutet das anhaltend kalte Wetter als Grund für die schwache Nachfrage. Der Tierschutzverein will deshalb jedem, der bis zum kommenden Sonntag einen Hund annimmt, ein 15 Kilogramm schweres Futterpaket schenken. obs

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