Berlin : Filmpremiere mit Polizei

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Stämmige Anzugträger blickten streng, Beamte der Polizeispezialeinheit PMS (Politisch Motivierte Straßengewalt) hatten sich im Gebäude verteilt. Doch der Feind ließ sich nicht blicken: Bei der Premiere des Films „Führer Ex“ im Ufa Kino in der Kulturbrauerei waren keine leibhaftigen Neonazis zu erblicken. Dem Publikum war es wohl recht. Insbesondere Ingo Hasselbach, der inzwischen prominente SzeneAussteiger, dürfte angesichts der andauernden Bedrohung durch Ex-Kumpane wenig Wert auf Glatzen gelegt haben. Seine Jahre im braunen Milieu waren der Stoff, aus dem Regisseur Winfried Bonengel das Drama um zwei Ost-Berliner Neonazis strickte. Nach der Aufführung verkündete Hasselbach, der Film sei für ihn ein Endpunkt: Er wolle sich nun nicht länger mit Rechtsextremismus auseinandersetzen und ein „normales Leben führen“. Eine Besucherin hat damit Schwierigkeiten: Mo Asumang , TV-Moderatorin, wird auf einer Neonazi-CD namentlich bedroht – „diese Kugel ist für dich“. Sie könne jetzt nicht mehr unbeschwert durch die Gegend laufen. „Aber verschrecken lass’ ich mich nicht.“ fan

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