Berlin : Finanzieller Schlussstein für den neuen Alexanderplatz

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Der Neugestaltung des Alexanderplatzes steht nichts mehr entgegen. Der Hauptausschuss des Abgeordnetenhauses gab am Mittwoch 4,4 Millionen Euro aus der Landeskasse frei, um den Platz von 2004 bis 2007 zu sanieren. Die privaten Investoren, die auf dem Alex Geschäfts- und Wohnzentren mit 150 Meter hohen Wolkenkratzern bauen wollen, steuern ebenfalls einen erheblichen Teil der notwendigen Finanzmittel bei, um den Platz attraktiver zu machen.

Strieder erläuterte gestern im Ausschuss in nichtöffentlicher Sitzung die mit den Investoren im April verabredeten Änderungen der städtebaulichen Verträge von 1999. Die Oppositionsfraktionen CDU, FDP und Grüne protestierten allerdings gegen diese Kurzinformation in Form einer Tischvorlage und es blieb unklar, ob der Finanzsenator mit der Kostenbeteiligung der öffentlichen Hand tatsächlich einverstanden ist. Christdemokraten und Liberale stimmten deshalb gegen die Vorlage der Stadtentwicklungsverwaltung, die Grünen enthielten sich.

An Höhe, Dichte und Nutzungskonzept der geplanten Bebauung des Alexanderplatzes ändere sich nichts, versicherte Strieder. „Die Investoren wollen alle das erteilte Baurecht in vollem Umfang wahrnehmen“, sagte er dem Tagesspiegel. Neu sei lediglich, dass Berlin die öffentliche Kostenbeteiligung an der Platzumgestaltung verbindlich garantiere und die ursprünglichen Terminvorstellungen den Grundstückskaufverträgen angepasst werden. Das heißt, die Investoren haben sich verpflichtet: Baubeginn ist spätestens am 31. März 2006, teilweise wird aber schon 2005 mit dem Bau begonnen.

Bis Ende 2008 müssen die Sockel fertig sein und es soll die Turmbebauung beginnen. 2013 soll die Bebauung des Alex abgeschlossen sein. Die geänderten städtebaulichen Verträge sind unterschriftsreif, wurden dem parlamentarischen Hauptausschuss gestern aber noch nicht vorgelegt. Die Investoren werden ihre Planungen heute öffentlich vorstellen. Strieder sprach von einem „sehr erfreulichen Ergebnis“.za

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