FLAMMEN IM HAVELLAND : Polizeischutz für ein Flüchtlingsheim

BRANDANSCHLAG IN PREMNITZ

Nach einem Brandanschlag auf ein künftiges Asylbewerberheim in Premnitz, südlich von Rathenow gelegen, hat sich Brandenburgs Innenminister Ralf Holzschuher (SPD) eingeschaltet. Die Sorge vor Protesten wie im Berliner Ortsteil Hellersdorf ist groß. Die Region im Landkreis Havelland sei ein Brennpunkt rechtsextremistischer Bestrebungen, sagte der Minister. Es gebe eine starke rechtsextremistische Szene mit etwa 60 Personen.

HEIM FÜR 90 FLÜCHTLINGE

Seit Ende August läuft in der Stadt eine hitzige Debatte um das geplante Flüchtlingsheim in einer ehemaligen Schule. 90 Flüchtlingen sollen dort ab 2014 untergebracht werden. Das Heim in Rathenow ist bereits voll belegt. Die Stadt Premnitz sprach sich gegen die Pläne aus, sie hält das Wohngebiet für ungeeignet. Stattdessen wollte die Stadt die Flüchtlinge lieber abgelegen in einer Kita-Ruine oder in einem Wohnblock im Gewerbegebiet unterbringen. Es gab auch Bürgerproteste, erst im Internet, später mit Bannern („Heimreise statt Einreise“). Nun wurde in der Nacht zum Mittwoch ein Brandanschlag verübt. Die Mülltonnen vor dem Heim gingen in Flammen auf, auch die Tür wurde beschädigt. Verletzt wurde niemand. Die Polizei sichert nun die verlassene Schule. axf

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