Berlin : Flucht beendet: Auch zweiter Flüchtling stellte sich

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Auch der zweite Flüchtling ist in den Maßregelvollzug zurückgekehrt. Der 49-jährige Patient, der am Dienstag aus der Karl-Bonhoeffer-Nervenklinik (KBN) in Reinickendorf entwichen war, stellte sich gestern früh gegen 1.30 Uhr der Polizei. Der beinamputierte Mann rief zunächst von der U-Bahn-Station Oskar-Helene-Heim die Polizei und bat darum, abgeholt zu werden. Als die Beamten dort eintrafen, war er allerdings verschwunden. Er telefonierte kurze Zeit später aber ein zweites Mal und gab seinen neuen Standort, eine Bushaltestelle, durch. Dort las ihn die Besatzung einer Funkstreife dann auf. Ein ebenfalls am Dienstag aus dem Klinikum Buch in Pankow geflohener 32-jähriger Mann hatte sich, wie berichtet, bereits rund zwölf Stunden später an der Autobahnraststätte Michendorf der Brandenburger Polizei gestellt.

Von der Klinikleitung wurden gestern auch dem 49-Jährigen, der seit 1977 dort behandelt wird, alle Vollzugslockerungen gestrichen. Er war wegen gefährlicher Körperverletzung mit Todesfolge verurteilt worden. Ihm war es seit Januar gestattet, täglich zwei Stunden unbeaufsichtigt im Park spazieren zu gehen. Am Montag hatte er dies genutzt und war aus dem derzeit noch ungesicherten Teil des Parks entwichen. Nach der Flucht des Gewalttäters Igor Pikus Anfang des Jahres war begonnen worden, das Gelände der KBN und die Patientenzimmer besser zu sichern.

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