Flughafen BBI : Premium-Lage für Business-Jets

Keine Engpässe am BBI, sagt Flughafengesellschaft

Rainer W. During

Flughafensprecher Ralf Kunkel weist Befürchtungen von Unternehmen zurück, dass es am Großflughafen BBI Engpässe und lange Wege für Geschäftsflieger geben könnte. Er reagierte damit auf Äußerungen, angesichts des schnell wachsenden Flugverkehrs in Berlin könnte es für Geschäftsflieger am neuen Großflughafen in Schönefeld bald keine Landegenehmigungen für Business-Jets geben. Der Bereich für Geschäftsflieger werde an die Autobahn angebunden und sich am neuen Airport in einer „Premium-Lage“ befinden, sagte Kunkel. Entscheidend, so ein Insider, ist allerdings der Ausgang des derzeit laufenden, ergänzenden Planfeststellungsverfahrens zum Nachtflugbetrieb. Wenn am BBI nicht auch von 22 bis 24 und 5 bis 6 Uhr geflogen werden darf, könne es in Spitzenzeiten eng werden. Bei Großereignissen ohnehin: Am Tag des WM-Endspiels parkten in Tempelhof mehr als 200 Businessjets. Für sie wäre am BBI kein Platz.

Die Spitzen der großen Konzerne reisen in eigenen Jets. In Berlin bevorzugen sie deshalb den Flughafen Tempelhof. In Schönefeld ist das Aufkommen an Geschäftsreiseflügen dagegen deutlich niedriger, in Tegel verschwindend gering. Rund zwei Dutzend Starts und Landungen von Businessjets verzeichnet Tempelhof im Tagesdurchschnitt. Wenn die Top-Manager von Volkswagen mit den firmeneigenen Maschinen aus der ganzen Welt nach Berlin düsen, dann zum Zentralflughafen. „Das liegt ganz eindeutig an der City-Nähe und den kurzen Entfernungen zum eigentlichen Ziel“, sagt Konzernsprecher Christoph Adomat. Auch die Daimler-Spitze düst mit Privatmaschinen zum City-Airport. Vorstandschef Dr. Dieter Zetsche habe immer gesagt, dass er eine Schließung von Tempelhof „bedauern würde“, betont Firmensprecherin Ursula Mertzig-Stein. „Ohne Tempelhof werden Geschäftstermine schwieriger zu realisieren sein“, sagt Stephan Broszio von der Deutschen Telekom. Sie nutzt geleaste Geschäftsreiseflugzeuge für zeitkritische Termine des oberen Managements. „Wir fliegen mit unserem eigenen Jet Tempelhof an und sind für den Erhalt des Flughafens“, so Klaus Pepperhoff von Thyssen-Krupp.Rainer W. During

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