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Flughafen Berlin-Brandenburg : Gift im Kaffee: Anschlag auf BER-Ingenieur

Längst ist der BER auch ein Kriminalfall – und nach diversen Korruptionsskandalen wird auch diese Akte jetzt offenbar um ein Kapitel reicher.

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Krimi-Kulisse: Die Baustelle am Südpier des neuen Hauptstadtflughafens auf einem Archivfoto.
Krimi-Kulisse: Die Baustelle am Südpier des neuen Hauptstadtflughafens auf einem Archivfoto.Foto: Patrick Pleul / dpa

Die Staatsanwaltschaft Cottbus ermittelt wegen eines mysteriösen Giftanschlags auf einen BER-Ingenieur gegen Unbekannt. Das bestätigte am Montagmorgen ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Einzelheiten will die Behörde nicht nennen. "Es laufen Ermittlungen wegen des Verdachts der gefährlichen Körperverletzung", hieß es in Cottbus. Der Aufsichtsrat des BER ist bislang nicht informiert.

Geprüft wird ein Zusammenhang zum Imtech-Skandal, bei dem ein BER-Projektmanager vom inzwischen insolventen und verkauften holländischen Gebäudeausrüster bestochen worden sein soll. In dem Fall hat die Staatsanwaltschaft inzwischen Anklage gegen den früheren Flughafenverantwortlichen und vier frühere Imtech-Manager erhoben. Laut „Bild am Sonntag“ könnte das Giftopfer ein Tippgeber gewesen sein. Der Mann war dem Bericht zufolge im Mai 2015 auf der BER-Baustelle zusammengebrochen, hat aber überlebt. Ein Gutachten führte dies später auf eine Vergiftung zurück – ihm soll eine potenziell tödliche Substanz in den Kaffee gerührt worden sein.

Am BER gab es immer wieder Ermittlungsverfahren. Aktuell ermittelt die Potsdamer Wirtschaftsstaatsanwaltschaft gegen Siemens und einen früheren Flughafenverantwortlichen. Es geht um Rechnungen in Höhe von 1,9 Millionen für Leistungen, die gar nicht erbracht worden sein sollen.

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