Flughafen Tegel : Reparatur an der Zufahrt dauert noch Wochen

Fast hätte wegen eines Wasserschadens der Flughafen Tegel geschlossen werden müssen. Nun werden die Leitungen repariert - aber das wird noch viel Zeit und Nerven kosten.

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Der Saatwinkler Damm ist für den Autoverkehr wieder frei.
Der Saatwinkler Damm ist für den Autoverkehr wieder frei.Foto: Screenshot Google Maps

Der Autoverkehr rollt wieder – die Arbeiten am defekten Rohr der Wasserbetriebe am Saatwinkler Damm dauern aber noch mehrere Wochen. Der Schaden an der Trinkwasserleitung hätte Karfreitagabend, wie berichtet, beinahe den Flugbetrieb in Tegel lahmgelegt, weil dort nicht mehr genügend Wasser angekommen war, um bei einem Brand löschen zu können. Nach gut einer Stunde war nach Angaben des Sprechers der Wasserbetriebe, Stephan Natz, aber wieder nach Umleitungen im Rohrnetz ausreichend Druck in den Leitungen am Flughafen. Nur bei den Toilettenspülungen sei weiter zu wenig Wasser angekommen, weil durch mitgeführte Partikel in den neu genutzten Leitungen vermutlich Filter im Terminal verstopft waren.

Die Arbeiten sind sehr kompliziert

Wahrscheinlich sei das Rohr an einer Verbindungsstelle abgeknickt, weil ein darunter gelegener sogenannter gemauerter Düker beschädigt war, sagte Natz. Der Düker entwässert über den Pfefferluchgraben die dortigen Kleingartenanlagen. Eventuell durch den Wellenschlag von Schiffen auf dem Spandauer Schifffahrtskanal habe sich der Düker unter dem Trinkwasserrohr „aufgelöst“, sagte Natz; die Leitung hing dann frei in der Luft und knickte schließlich ab.

Das Rohr müsse nun auf etwa 30 Meter Länge erneuert werden, sagte Natz weiter. Die Arbeiten seien kompliziert, weil das Rohr zwischen Saatwinkler Damm und dem Schifffahrtskanal im Grundwasserbereich liege. Auch der Düker muss erneuert werden. Die abgerutschte Böschung ist durch das Aufschütten von Sand stabilisiert worden.

Gesperrt ist derzeit nur der zum Parken genutzte Streifen des Saatwinkler Damms; die Vollsperrung für den Autoverkehr ist seit Samstagabend aufgehoben.

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