Berlin : Frischer Blick

Alice Schwarzer wurde „Journalistin des Jahres“

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Alice Schwarze r ist eine Frau, die nie stehen bleibt, in der Lage, die Welt immer wieder mit frischem, kritisch-neugierigem Blick zu betrachten, obwohl sie selber so oft als reine Feministin festgelegt wird. Am Freitagabend wurde sie von der Chefredakteurin des „Medium Magazins“, Annette Milz , im Deutschen Historischen Museum als Journalistin des Jahres ausgezeichnet. Ihr Laudator, der Medienunternehmer Andre Zalbertu s , hatte jahrealte Fernsehszenen im Gepäck, in denen Alice Schwarzer Helmut Kohl kräftig ins Stottern bringt, als sie ihn fragt, ob ihm Angela Merkel vielleicht zu tüchtig geworden sei. Ein schlicht-elegantes Dinner in der Caféteria des Museums mit Kalbsbäckchen vom kürzlich vom „Handelsblatt“ zum Caterer des Jahres ernannten Klaus-Peter Kofler gab den Rahmen für die über vierstündige Zeremonie.

„Zeit“-Chefredakteur und Tagesspiegel-Herausgeber Giovanni di Lorenzo kam ebenfalls ins Spitzenfeld der Journalisten des Jahres, auch Moderator Günther Jauch , der sich bei der Gelegenheit als Fan von Tagesspiegel-Autor Harald Martenstein outete. Den hatte er in der Rubrik Unterhaltung auf den zweiten Platz verwiesen. Produzentin Beate Wedekind ging in ihrer Laudatio auf die „Spiegel“Reporterin Gisela Friedrichsen auf die besondere Herausforderung ein, der sich Frauen in der Vereinbarkeit von Familie und Beruf stellen müssen. Trotz der Ehrung und vieler anderer Interessenfelder ist Alice Schwarzers Arbeit als Feministin also noch lange nicht beendet. Bi

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