Berlin : GALERIE PARTERRE

Das Gedächtnis Ost-Berlins

Schlagzeilen machte das Kulturhaus an der Danziger Straße Anfang 2012: Da protestierten Nachbarn und Künstler laut gegen die geplanten Kürzungen bei den hier ansässigen kommunalen Veranstaltern wie dem Theater unterm Dach und der Galerie Parterre. Nun verhandelt der klamme Bezirk Pankow mit der gemeinnützigen Gesellschaft für Stadtentwicklung, ob diese das Haus der ehemaligen Städtischen Gasanstalt übernimmt und den Einrichtungen langfristige Mietverträge anbietet. Dann könnte auch die 1990 gegründete Galerie am gewohnten und geschätzten Ort bleiben. Die langjährige Leiterin, die Kunstwissenschaftlerin Kathleen Krenzlin, zeigt hier Kunst unter anderem mit Bezug zur DDR, etwa von Gerhard Altenbourg und Sabina Grzimek, aber auch von jüngeren Künstlern wie Nadja Schöllhammer. Zudem befindet sich hier die rund 3000 Werke umfassende Kunstsammlung des Bezirks, die nach Anmeldung zu sehen ist. Sie spiegelt die Geschichte der alten Ost-Berliner Künstlerviertel. Aktuell präsentiert Krenzlin einen Überblick über die Sammlung des 2012 verstorbenen Kunsthistorikers Diether Schmidt mit Arbeiten bekannter und wenig bekannter Künstler von Otto Mueller bis Xago Schroeder (bis 3.3.). Ein weiterer Höhepunkt soll im Herbst eine Präsentation aus dem Nachlass des Theaterregisseurs und Künstlers Einar Schleef werden.

Danziger Straße 101, 10405 Berlin; M10

bis Winsstraße; Mi - So 13 - 21, Do 10 - 22 Uhr;

Eintritt frei; galerieparterre.de

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