Gartenschau im Havelland : Die Buga: Millionengrab, aber erfolgreich

Die Buga hat zehn Millionen Euro zu wenig eingenommen - aber ihr Konzept hat funktioniert. Und sind eine Million Gäste nicht auch ordentlich für die Aschenputtelregion?

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Strahlende Sonne, herrliche Blüten - aber zu wenige Besucher. Die Buga, hier in Havelberg.
Strahlende Sonne, herrliche Blüten - aber zu wenige Besucher. Die Buga, hier in Havelberg.Foto: Nestor Bachmann/dpa

Die Havel-Buga ist Geschichte. Sie wird in die Annalen eingehen. Schon wegen des Lochs von zehn Millionen Euro, das in die Kassen der fünf Veranstalterkommunen zwischen Brandenburg an der Havel und dem sachsen-anhaltinischen Havelberg gerissen wird.

Eine Pleite? Betriebswirtschaftlich, finanziell ist das so, bei einem Drittel Defizit. Die Region Brandenburg-Berlin hat keine glückliche Hand mit Großprojekten. Und die Buga im Havelland war eins, keine Frage, nicht nur für das Havelland selbst.

Zum ersten Mal in der Buga-Geschichte wurde versucht, eine ganze Landschaft zu inszenieren, fünf Gartenschaustandorte entlang der Havel, 70 Kilometer entfernt. Und das ist auch gelungen, sogar besser als erwartet. Das sollte nicht im Katzenjammer untergehen.

Aber warum fanden statt der kalkulierten 1,5 Millionen Besucher „nur“ eine Million Gäste den Weg in die Provinz? Ist das wirklich wenig oder viel für diese Aschenputtelregion? Ein weites Feld.

Jetzt melden sich viele Besserwisser, die meinen, dass es an fehlenden Shuttlebussen oder zu wenigen Anzeigen gelegen haben soll. Vielleicht sind die goldenen Zeiten für Bundesgartenschauen einfach vorbei.

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