Berlin : „Geld zurück – eine saubere Lösung“ Initiative Bankenskandal:

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Marion Siewert, Hellersdorf:

Ich finde es richtig, n zu nennen. Wenn die Geschichte gesetzlich in Ordnung gewesen wäre, dann wären nicht nur Insider und Banker beteiligt, sondern dann hätte jeder zugegriffen. Aber so wussten die Anleger doch auch, dass das irgendwann Ärger geben würde. Es ist die sauberste Lösung, wenn sie das Geld zurückgeben.

Thomas Wolff, Schmargendorf:

Mich ärgern im Augenblick eine ganze Menge Sachen und diese natürlich besonders. Das Verhalten der Bankgesellschaft ist einer der Gründe, warum es Berlin so dreckig geht. Trotzdem finde ich, die Anonymität der Beteiligten muss gewahrt bleiben, solange die Sache nicht illegal war. Sollte sie aber illegal gewesen sein, dann muss man gewisse Maßnahmen ergreifen und zumindest auf Rückzahlung der Gelder bestehen.

Gerhard Fuchs, Tempelhof:

Namensnennungen widersprechen dem Bankgeheimnis. Aber moralisch-ethischen Druck auf die Fondsbesitzer sollte man schon ausüben. Die Initiative finde ich deshalb grundsätzlich toll. Es ist gut, da Bewegung reinzubringen. Es ist nicht richtig, dass Leute Gewinne einfahren und die Steuerzahler dafür zahlen müssen. Aber Namen zu nennen, das ist juristisch nicht in Ordnung.

Monika Nürnberger, Wilmersdorf:

Das ist doch Privatsache der Anleger. Bei einem solchen Angebot hätte doch auch jeder ja gesagt, das kann man den Anlegern nicht vorwerfen. Ich kann zwar die Empörung verstehen, aber trotzdem halte ich überhaupt nichts von diesen Namenslisten.

Michael Bertling, Tiergarten:

Man muss da, glaube ich, differenzieren. Diejenigen, die Insiderwissen genutzt haben, deren Namen sollten fett gedruckt in der Zeitung stehen. Bei Leuten aber, die unbedarft eine Anlage getätigt haben, bei Leuten wie du und ich, da würde ich eine Namensnennung nicht befürworten. Andererseits ist die Identität der Fondseigner doch sowieso kein großes Geheimnis, die stehen alle im Handelsregister. Fotos: Bocheinski/Text: jmw

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