Gemeinsame Sache 2017 : Im September machen Berliner wieder gemeinsame Sache

Unsere Sache, unsere Stadt: Die Aktionstage "Gemeinsame Sache" am 8./9. September würdigen Berlins Ehrenamtliche.

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Alt und Jung zusammen bei der Gemeinsame Sache 2016 am Zehlendorfer Havelufer.
Alt und Jung zusammen bei der Gemeinsame Sache 2016 am Zehlendorfer Havelufer.Foto: Simon Grothe

Wie sie Freude schenken können, wissen die ehrenamtlichen Helfer der Flüchtlingsunterkunft in der Spandauer Schmidt-Knobelsdorf-Kaserne genau: Am Aktionstag „Gemeinsame Sache“ werden sie bunte Schultüten basteln und füllen, damit die Kinder nach den Schrecknissen der Flucht bei der Einschulung einen tollen Start haben. Viele Menschen engagieren sich seit Langem in der ehemaligen Kaserne, in der 1200 Flüchtlinge aus 33 Nationen leben – und freuen sich am Aktionstag auf Menschen, die ebenfalls anpacken wollen. Das gilt auch für die Ehrenamtlichen, die dem Kiezclub in der Köpenicker Wendenschlossstraße zu einem frisch gestrichenen Zaun verhelfen wollen oder den Engagierten, die den Lichterfelder Lilienthalpark und den Fliegeberg säubern wollen.

Helfen macht glücklich, das wissen zehntausende Berlinerinnen und Berliner, die sich ehrenamtlich engagieren. Sie sind die Helden dieser Stadt – unentbehrlich für ein friedliches Zusammenleben und eine schöne Stadt, oft genug aber unsichtbar. Die „Gemeinsame Sache – Aktionstag für ein schönes Berlin“ macht diese Ehrenamtlichen sichtbar und sagt „Danke“. Die Aktionen, die es am 8. und 9. September überall in der Stadt gibt, sind auch eine Demonstration des guten Bürgersinns.

Man kann auch eigene Aktionen auf die Beine stellen

Über den Zaun gucken, sich ein Herz nehmen und einfach mal mitmachen, so wie die Ehrenamtlichen in Köpenick, das ist das Anliegen der „Gemeinsamen Sache“. Unserer Sache. An diesen beiden Tagen ist jeder Berliner eingeladen, bei einer Aktion mitzumachen. Auf der interaktiven Aktionslandkarte können Sie auf einen Blick sehen, welche Projekte in Ihrem Bezirk oder Kiez noch Unterstützung benötigen. Oder sie lassen sich ermutigen, selbst eine eigene Aktion auf die Beine zu stellen und hier anzumelden und Mitstreiter dazu einzuladen.

Ein Gemeinwesen ist nur so stark wie die Menschen, die sich dafür engagieren. Das hat Berlin erfahren, als Zehntausende geflohener Menschen in die Stadt kamen. Die Ehrenamtlichen gaben diesen Menschen Zuwendung, als die Bezirksbehörden und Verwaltungen überfordert waren. Auch jetzt sind die Initiativen, die es in vielen Bezirken gibt, unverzichtbar, weil sie für die Flüchtlinge eine Verbindung in die neue Gesellschaft sind. Ebenso unverzichtbar sind aber auch die Initiativen, die sich um die Verschönerung und die Pflege des Stadtbilds kümmern. Es ist beeindruckend, mit welchem hohen Einsatz Menschen seit Jahren dafür sorgen, dass Parkanlagen oder Plätze zum grünen Herz ihres Kiezes geworden sind.

Ihr jedweder Einsatz ist unbezahlbar – und nicht hoch genug zu schätzen. Bis zu den Aktionstagen am Freitag, 8. September, und Sonnabend, dem 9. September, stellen wir Ihnen täglich Initiativen vor, die stellvertretend für die Stadt der Hilfsbereitschaft stehen. Und an den beiden Aktionstagen werden wir berichten, wie überall in der Stadt gemeinsam angepackt wird. Da bleibt nur noch, eines zu wünschen: Machen auch Sie mit.

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