Berlin : Georg Sterzinsky: Ein Buch für den Bischof

Der Berliner Erzbischof Georg Sterzinsky feiert heute seinen 65. Geburtstag. Das Erzbistum Berlin hat ihm aus diesem Anlass ein Buch zur Rolle der katholischen Kirche in Berlin gewidmet. Gestern Abend wurde es im Restaurant des Fernsehturms vorgestellt. Titel: "...unterm Himmel über Berlin". Kardinal Sterzinsky soll es heute überreicht bekommen.

Sterzinsky hat das Berliner Bischofsamt im September 1989, kurz vor dem Fall der Mauer, übernommen. Als Berliner Bischof mit Amtssitz in Ost-Berlin war er damals für Ost- und West-Berlin sowie für große Teile der DDR zuständig und führte nach der Wende die geteilten Bistumsverwaltungen zusammen. 1991 erhielt Sterzinsky die Kardinalswürde, 1994 wurde er Erzbischof des neu geschaffenen Erzbistums Berlin.

Bundestagspräsident Wolfgang Thierse (SPD) würdigte am Donnerstag Sterzinskys Einsatz in der Ausländer- und Asylpolitik. "Der spürbare Rechtsextremismus und die damit zusammenhängenden Probleme sind nicht allein von der Politik zu lösen", heißt es in seinem Glückwunschschreiben. Sterzinsky hat in der Vergangenheit mehrfach vor einer verfrühten Abschiebung von Asylsuchenden gewarnt. Auch der brandenburgische Ministerpräsident Manfred Stolpe (SPD) gratulierte Sterzinsky und dankte ihm für seine "Dialogbereitschaft".

Der in Ostpreußen geborene Sterzinsky kam nach dem Krieg mit seiner Familie nach Thüringen und studierte Theologie in Erfurt und Neuzelle. 1960 wurde er zum Priester geweiht. 1981 ernannte ihn der Erfurter Bischof Joachim Wanke zu seinem Generalvikar. Diesen Posten behielt Sterzinsky bis zu seiner Weihung zum Berliner Bischof.

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