Berlin : Graffiti-Sprayer nach Festnahme sofort verurteilt

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Sechs GraffitiSprayer sind am Wochenende auf frischer Tat festgenommen worden, als sie einen Zug in einem U-Bahn-Tunnel großflächig besprühten. Fünf Tätern wurde noch am Wochenende der Prozess gemacht. In einem so genannten beschleunigten Verfahren wurden vier zu Geldbußen von 900 bzw. 1000 Euro verurteilt. Die Verurteilten kommen aus Finnland, Schweden und Großbritannien. Der Älteste, ein 31-jähriger Brite, kam in Untersuchungshaft und wartet dort auf seinen Prozess. Er hatte sich massiv gegen seine Festnahme gewehrt und einen Polizisten sowie einen BVG-Angestellten verletzt. Der einzige Deutsche in der Gruppe, ein 18-Jähriger aus Charlottenburg, wurde als Mitläufer auf freien Fuß gesetzt.

Die Sprayer-Gruppe war am späten Freitagabend in die Abstellanlage der U-Bahn hinter dem Bahnhof Neu-Westend eingedrungen. Die Sprayer hatten bereits Waggons auf einer Fläche von 44 Quadratmetern mit Sprühfarbe beschmiert, als sie von einem BVG-Angestellten entdeckt wurden. Er alarmierte sofort die Graffiti-Sonderkommission der Polizei. Die Beamten stellten Sprühdosen und Vorlagen sicher sowie Digitalkameras und Filme, deren Auswertung noch andauert. Eine erste Durchsicht der Digitalkameras ergab, dass die Männer zuvor in mehreren anderen europäischen Städten aktiv waren.

Vor zwei Wochen war auf einem Berliner Kongress gegen Graffiti berichtet worden, dass Teile der Sprüher-Szene international agieren – die Sprayer verabreden sich im Internet. Ha

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