Berlin : Großrazzia gegen Schmuggler 16 Millionen Zigaretten illegal eingeführt

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Polizei und Zoll haben in den vergangenen Tagen eine große Bande von Zigarettenschmugglern festgenommen. 24 Männer gingen den Beamten ins Netz, sie sitzen mit Haftbefehl in Untersuchungshaft. Die polnischvietnamesische Bande soll beim Schmuggel von mindestens 16 Millionen Zigaretten einen Steuerschaden von mehreren Millionen Euro angerichtet haben. Mehrere Millionen Zigaretten ukrainischer Herkunft konnten sichergestellt werden.

Begonnen hatten die Ermittlungen im November 2003. Innerhalb der Gruppierung gab es feste Hierarchien: Während die polnischen Täter den Transport der Zigaretten aus Polen nach Deutschland organisierten, waren die Vietnamesen für den Weiterverkauf in Berlin und Brandenburg verantwortlich. Diese Arbeitsteilung ist seit einigen Jahren üblich, nachdem die Vietnamesen ihre einstige Vormachtstellung auch beim Großhandel verloren haben. Heute sind die Vietnamesen nur noch Endverkäufer, sie warten entweder an Bahnhöfen oder bringen den Kunden die Ware ins Haus.

Die Zigaretten – darunter gängige Marken wie Marlboro – wurden in Lieferwagen in der Ladung versteckt. 1227 Stangen wurden in Polsterbänken gefunden, 1425 Stangen entdeckten die Ermittler verpackt in Werbeleuchtkästen.

Die Beamten der „Gemeinsamen Ermittlungsgruppe Zigarettenhandel“ griffen nach monatelangen Observationen und Recherchen von Sonntag bis Mittwochabend dieser Woche zu. Am Einsatz waren über 300 Beamte der Polizei und des Zolls beteiligt. Die Festgenommenen wohnten in Hellersdorf, Marzahn, Rathenow, Brandenburg (Havel) und Velten. Bei ihnen wurden mehrere Autos beschlagnahmt, darunter ein Jaguar, und gut 80000 Euro Bargeld. Ha

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