Berlin : Grüne Woche: Der letzte Bissen

hema

Zwar waren es nicht erneut 66 000 Menschen wie am Tag zuvor, doch die Besucher zogen auch am gestrigen Sonntag bis zum Messe-Schluss um 18 Uhr in hellen Scharen durch die einzelnen Hallen. Viele Messegäste interessierte vor allem, wo man Produkte findet, die Händler erfahrungsgemäß zum Ende der Grünen Woche zum gesenkten Preis losschlagen, um sie nicht einpacken und wieder mit heimnehmen zu müssen. Das Interesse der Besucher galt dabei in bunter Mischung nochmals allem, was in den vergangenen zehn Tagen an den Ständen angeboten wurde: Ob Likör "Stalins Tränen", Choriner Öko-Bier, Curry-Lachs oder Spreewaldgurken, Aal und Thüringer Rostbratwurst, Krokodil-, Strauß- oder Känguru-Fleisch und unzählige andere internationale Spezialitäten, aber auch Gartenbedarfsartikel und Blumenzwiebeln - es blieb nichts liegen. Eine Tempelhoferin konnte sich den Wunsch nach einem Holzhäuschen für den Schrebergarten fast zum halben Preis erfüllen - musste die erstandene Laube allerdings selber abbauen. "Am letzten Tag gibt es praktisch keine Grenzen für das, was von den Besuchern mitgenommen wird", sagte am Sonntagnachmittag Wolfgang Rogall. Der Messesprecher der Grünen Woche war zufrieden - mit über 480 000 Besuchern hielt 2001 die weltgrößte Schau der Agrar- und Ernährungswirtschaft das hohe Niveau des Vorjahrs. Hoch war auch der Umsatz - rund 150 Millionen Mark gaben die Besucher in zehn Messetagen aus. Im Durchschnitt hat jeder Besucher rund 300 Mark für seinen Messerundgang ausgegeben.

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