Grüne Woche : Grüezi Berlin

Die Grüne Woche in Berlin öffnet ihre Pforten. Bis zum 27. Januar zeigen Aussteller aus 52 Ländern ihre Spezialitäten. Partnerland der weltgrößten Schau der Agrar- und Ernährungswirtschaft ist die Schweiz.

Grüne Woche
Der Käse rollt. Die Schweiz ist Partnerland der Grünen Woche. -Foto: dpa

Berlin Die 73. Internationale Grüne Woche beginnt heute in den Hallen unter dem Berliner Funkturm. Bis zum 27.Januar zeigen 1610 Aussteller das weltweit umfassendste Angebot aus den Bereichen Agrar- und Ernährungswirtschaft sowie Gartenbau. Erster Gast ist traditionell der deutsche Landwirtschaftsminister. Horst Seehofer (CSU) wird sich in einem mehrstündigen Rundgang durch die 26 Messehallen einen Überblick über das vielfältige Angebot verschaffen. Für das Publikum sind die Hallen ab 10 Uhr geöffnet.

Die Grüne Woche hat sich als bedeutender Politikertreffpunkt jetzt einen festen Platz gesichert. Die Messe Berlin erwartet rund 100 hochrangige nationale und internationale Agrarpolitiker. Insgesamt gibt es auf dem Messegelände 250 Konferenzen und Tagungen.

100.000 Spezialitäten

Größter Aussteller ist Russland, Partnerland der Grünen Woche ist in diesem Jahr die Schweiz. Die Veranstalter erwarten an den zehn Messetagen über 400.000 Gäste. Laut Messe Berlin werden rund 100.000 Spezialitäten geboten und es gibt rund 10.000 Heim- und landwirtschaftliche Nutztiere zu sehen. Politische Themen sind die Gentechnik im Agrarbereich, der weltweite Klimawandel und die künftige EU-Agrarfinanzierung.

Seehofer hatte am Vorabend auf der Eröffnungsveranstaltung eine grundlegende Änderungen in der EU-Agrarpolitik abgelehnt. Die Bauern müssten bei der Überprüfung der Agrarfinanzen auf den "Grundsatz der Verlässlichkeit" vertrauen können. EU-Agrarkommissarin Mariann Fischer Boel sagte, ihr Wort gelte weiter, dass die Agrarpolitik verlässlich und vorhersehbar sein müsse. Bauernpräsident Gerd Sonnleitner betonte, die Nahrungsmittelproduktion bleibe die Hauptaufgabe. Es sei falsch, der Bioenergie die Schuld für steigende Preise zu geben. Grund sei eine international steigende Nachfrage nach Agrarrohstoffen. (küs/dpa)

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