Berlin : Handeln – bevor die Welt dunkel wird

I.B.

Das Augenlicht ist das wichtigste Sinnesorgan eines gesunden Menschen. Wie stark der Sehverlust durch den Grauen Star, das Glaukom oder eine falsch behandelte Diabetes sein kann, das will der Berliner Blinden- und Sehbehindertenverein mit einer Plakataktion in der Stadt verdeutlichen. Die Aktion mit fünf der am weitesten verbreiteten Augenerkrankungen startet am heutigen „Tag der Sehbehinderten“. Ungefähr 300 000 Berliner sind von diesen Augenerkrankungen in unterschiedlichen Stadien betroffen.

Der Graue Star (Katarakt) trifft besonders ältere Menschen. Dabei trübt sich die Linse und die Umgebung erscheint verschwommen. Mittels eines kleinen operativen Eingriffs kann die Linse durch eine Kunststofflinse ersetzt werden.

Die Makula-Degeneration gehört zu den häufigsten Sehbehinderungen im Alter. Die Sehzellen werden auf der Netzhaut zerstört. Dieser Prozess ist in den meisten Fällen nicht zu stoppen. Mit vergrößernden Sehhilfen lassen sich die Folgen aber teilweise ausgleichen.

Unter dem Begriff Grüner Star (Glaukom) werden verschiedene Augenkrankheiten zusammengefasst, die mit einer Augeninnendruckerhöhung einhergehen. Dann drohen irreparable Schäden am Sehnerv, das Gesichtsfeld ist stark eingeschränkt. Das Fortschreiten kann mit Medikamenten oder einer Operation aufgehalten werden.

Eine Diabetische Retinopathie ist die Folge von dauernd erhöhten Blutzuckerwerten. Dann lagern sich in den Gefäßwänden des Auges Fett- und Eiweißstoffe ein, die platzen können. Gesichtsfeldausfälle sind die Folge. Diese Schädigung ist nur sehr bedingt therapierbar.

Die Retinitis Pigmentosa ist eine ganze Gruppe erblicher Netzhauterkrankungen. Erste Anzeichen sind in jungen Jahren oft Nachtblindheit oder Schwierigkeiten bei der Hell-Dunkel-Anpassung. Im fortgeschrittenen Stadium wird das Sehfeld auf einen kleinen Bereich eingeschränkt, so dass man nur noch wie durch eine Röhre sehen kann. An einer Behandlungsform wird derzeit noch geforscht.

Weitere Informationen im Internet unter www.absv.de oder unter Telefon 01805 666 456 (12 Cent pro Minute).

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