Berlin : Handwerkerfrauen im Hungerstreik: Ein Schlafplatz am Brandenburger Tor

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Fünf Handwerksfrauen aus Thüringen und Brandenburg befinden sich seit Montag vor dem Brandenburger Tor im Hungerstreik. Damit setzen sie ihren vierwöchigen Hungerstreik vom Juni fort. Dieses Mal steht ihr Übernachtungslager für die nächsten zwei Monate auf dem Platz des 18. März. Mit Plakaten auf dem Asphalt vor dem Brandenburger Tor und einer Presseerklärung machen die fünf Frauen auf ihren neuen Hungerstreik aufmerksam. "Wir kämpfen mit den letzten Mitteln, bis zum bitteren Ende - denn man lässt uns keine andere Wahl", heißt es darauf. Sie werfen der Bundesregierung vor, keine Sicherheiten zu schaffen, um kleine und mittelständische Betriebe vor Auftraggebern zu schützen, die sie für ihre Arbeit nicht bezahlen wollen. "Uns schuldet ein Auftraggeber mehr als 500 000 Mark", sagt Monika Schönemann (58) aus Erfurt, deren Ehemann bis 1998 eine Heizungsbaufirma hatte. Nach dem Konkurs einer Privatisierungs GmbH, in deren Auftrag die Firma Plattenbauten sanierte, ging auch ihre Firma Pleite. Der Elektrobetrieb von Margarete Lienkes Ehemann existiert noch. Aber: "Uns steht das Wasser bis zum Halse", sagt sie. Lediglich eine Anhörung vor dem Petitionsausschuß des Bundestages am 13. September haben die Frauen bisher erreicht. An diesem Tag soll auch eine Demonstration stattfinden.

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