Berlin : Hans Frädrich hat heute seinen letzten Auftritt im Zoo

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Heute um 11 Uhr hat Hans Frädrich seinen letzten öffentlichen Auftritt als Zoo-Direktor – er übergibt der Bevölkerung die neue Anlage für die Pinguine und Robben im Zoo. Dass er mit der Fertigstellung des 16 Millionen Euro teueren, spektakulären Bauvorhabens – das größte und technisch aufwändigste, das es jemals im Zoo gab – aus dem Amt scheidet, freut ihn besonders.

Am 4. Juli begeht Hans Frädrich seinen 65. Geburtstag, es soll sein letzter Arbeitstag im Zoo werden. In dem begann der gebürtige Göttinger und promovierte Zoologe 1966 als wissenschaftlicher Assistent – 1991 wurde er Chef des in Europa meist besuchten Tiergartens, laut Frädrich der Rolls-Royce unter den Zoos. In seine „Regierungszeit“, aus der er heute Abend offiziell verabschiedet wird, fällt nicht nur die heute übergebene neue Erlebniswelt für Pinguine und Robben. Auch das Flusspferdhaus und das Siamesische Rinderhaus hat er als Direktor durchgesetzt. Bereits 1980 holte er aus China die Pandabären Bao Bao und Tjen Tjen in den Zoo. Aus dem zieht er in etwa drei Wochen mit seinem „Mondlicht“ – so heißt seine Frau, die Hans Frädrich bei einem Thailand-Aufenthalt kennen und lieben lernte – aus der Dienstwohnung gegenüber dem Löwenfelsen in die Augsburger Straße um. Bis er im nahen Zoo genüsslich „in Ruhe“ spazieren kann, wird es dauern – Bücherberge warten darauf, endlich gesichtet und geordnet zu werden. Schreiben will er auch – ob über sein Lieblingstier, muss hier offen bleiben. An Schweine hat der stets leise Mann sein zoologisches Herz gehängt – „weil sie allgemein verkannt werden“.hema

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