Berlin : Haus Cumberland erneut verkauft Investor Orco hält aber an Leipziger Platz fest

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Mit neuem Besitzer. Haus Cumberland am Kurfürstendamm. Foto: Max Stuttmann/Tsp

Die Aktiengesellschaft Orco hat das Haus Cumberland am Kurfürstendamm verkauft. Dem Vernehmen nach wechselte das Baudenkmal für 30 Millionen Euro den Eigentümer. Orco wollte sich zu den Details des Immobiliengeschäfts nicht näher äußern, über den Käufer ist bisher nichts bekannt geworden.

Für den Baustadtrat vom Bezirk Charlottenburg-Wilmersdorf Klaus-Dieter Gröhler (CDU) ist das eine gute Nachricht: „Mir ist ein neuer hochinteressierter, hochmotivierter und potenter neuer Eigentümer lieber für das Haus Cumberland“, sagte er. Denn es sei erkennbar gewesen, dass Orco Schwierigkeiten mit der Entwicklung des Quartiers gehabt habe.

Die Orco Property Group hatte das Haus Cumberland vor rund drei Jahren erworben, nachdem sich Bund und Land fast zehn Jahre vergeblich um den Verkauf der Immobilie bemüht hatten. Orco wollte 38 Millionen Euro investieren. Das Haus Cumberland reicht vom Kurfürstendamm bis zur Lietzenburger Straße auf einer Fläche von 10 200 Quadratmetern. Es hat fünf Innenhöfe, die mit Brunnen und Putten gestaltet sind.

Mitte dieses Jahres wollte Orco mit dem Umbau und der Sanierung des Quartiers schon beginnen. Geplant waren ein Hotel mit 140 komfortablen Zimmer, drei Restaurants, ein Casino, Wellnessbereiche und eine Einkaufspassage. Die Eröffnung war für Ende 2012 vorgesehen.

Doch die Finanzkrise und Schwierigkeiten innerhalb des Orco-Konzerns kamen dazwischen. Die hoch verschuldete Orco-Gruppe stoppte den Bau der „Fehrbelliner Höfe“, luxuriöse Lofts in Mitte, und verkaufte das Areal.

An dem Bauvorhaben am Leipziger Platz hält Orco aber fest, wie es auf Anfrage heißt. Sobald die Baugenehmigung vorliege, könne es losgehen. Der Grundstein werde aber voraussichtlich erst im Frühjahr nächsten Jahres gelegt. Das Land habe zwar die Erteilung der Baugenehmigung noch für Ende Oktober in Aussicht gestellt, die Bebauung des Areals im Winter sei aber problematisch. Der Leipziger Platz wird auf Grundlage eines Entwurfs von Wettbewerb-Sieger Kleihues und Kleihues realisiert. Läden sind auf etwa der Hälfte der Fläche vorgesehen, auf einem weiteren Drittel Wohnungen. Die verbleibenden Flächen sollen Büronutzer beziehen. ball

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