Berlin : Her mit den Videos

Zum zehnten Mal kam „Wetten, dass…?“ aus Berlin. Und wieder hat Gottschalk gegen die Stadt verloren

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Das wäre auch eine schöne Wette gewesen: „Ich behaupte, dass Heidi Klum ein Ei schneller ausblasen kann als Thomas Gottschalk.“ Die Wette wäre sogar gewonnen worden, denn während Gottschalk aus vollen Backen blies und blies, schossen bei der schönen Heidi, seinem ersten Gast bei „Wetten, dass…?“ gestern Abend im Velodrom, Eiweiß und Eigelb mit Schwung in die Schale.

Der Wettwanderzirkus des ZDF ist also wieder einmal in Berlin angekommen, zum bereits zehnten Mal. Klar, dass sich Gottschalk und sein Team da etwas Besonderes einfallen lassen mussten für die Stadtwette. Bis zum Ende der Sendung sollten Videos mit allen neun früheren Sendungen in den Zollernhof Unter den Linden, Sitz des ZDFHauptstadtstudios, gebracht werden. Beispielsweise die erste vom 3. September 1983, live von der Funkausstellung. Bud Spencer und Terence Hill waren dabei, Günter Pfitzmann und als Moderator Frank Elstner.

Oder die Sendung vom 22. Februar 2003, mit der Grillparty am Brandenburger Tor. Die Kassette war gleich die zweite, die im Zollernhof ankam. Thorsten Rietzel hatte sie aufgenommen, weil er beim Würstchenbraten am Tor dabei war. Jetzt saß er zufällig im Zollernhof, hatte über einen Radiosender die Eintrittskarte gewonnen und hörte, was die Wette galt. Na, da ist er gleich weg nach Hohenschönhausen und hat das Video geholt.

„Diesmal kein Massenauflauf“ – das hatte Gottschalk zu Beginn angekündigt, und die Stadtwette im Zollernhof war denn auch eine vergleichsweise ruhige Veranstaltung. Anfangs war eine gewisse Nervosität bei Co-ModeratorinAndreas Kiewel zu spüren, die Kassetten kamen nur sehr sporadisch, aber so lief das bei den Berliner Stadtwetten eigentlich immer. Natürlich hat es auch diesmal wieder geklappt: Schon gegen 22 Uhr waren alle neun Kassetten da, dank Zuschauern wie Bettina Fritsch, die zehn vor zehn mit der Aufzeichnung von 1991 aus der Deutschlandhalle ankam. Mit ihrer Tochter hatte sie in Spandau vor dem Fernseher gesessen und sich gleich ins Auto geschwungen: „Ich möchte, dass wie als Berliner das schaffen.“ Verlierer Gottschalk aber muss jetzt singen, im Chor der Komischen Oper in der „Zauberflöte“. ac/hey

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