Berlin : Hochsaison der Staatsgäste

Von der finnischen Präsidentin über den israelischen Premier bis zur Queen: In den nächsten Wochen kommen zahlreiche Spitzenpolitiker nach Berlin

-

Die Queen kommt – und nicht nur sie. Eine ganze Reihe von Spitzenpolitikern und Monarchen werden in diesem Herbst zu Besuchen in Berlin erwartet – von US Heimatschutzminister Tom Ridge über die Ministerpräsidenten von Israel und der Türkei, Ariel Scharon und Recep Tayyip Erdogan, bis zur britischen Königin und dem König von Jordanien. Für sie alle gilt mindestens Gefährdungsstufe 2, und das bedeutet umfangreiche Sicherheitsmaßnahmen und Sperrungen.

Das Schloss Charlottenburg wird jedoch erst wieder Mitte Oktober gesperrt, wenn dort der Präsident von Paraguay, Nicanor Duarte Frutos, mit militärischen Ehren von Bundespräsident Horst Köhler empfangen wird. Am Donnerstag hatte es bei der Zeremonie für den irakischen Präsidenten längere Sperrungen und Staus gegeben. Solange das Schloss Bellevue saniert werde, nützt das Bundespräsidialamt Charlottenburg, „damit müssen die Autofahrer leben“, hieß es bei der Polizei.

In dieser Woche kommt am morgigen Dienstag zunächst die finnische Staatspräsidentin Tarja Halonen für zwei Tage in die Stadt, am Dienstag trifft sie den Kanzler, Mittwoch den Bundespräsidenten. Die Polizei konzentriert sich jedoch schon jetzt auf US-Minister Tom Ridge, dessen Heimatschutzministerium nach den Anschlägen vom 11. September eingerichtet wurde. Er kommt am Freitag und wird, wie fast alle US-Politiker, im Hotel Intercontinental wohnen. Am Freitagvormittag steht ein Gespräch mit Innenminister Otto Schily auf dem Programm, abends wird die Amerikanische Handelskammer Schily mit dem „Transatlantic Partnership Award“ ehren – die Laudatio im Hotel Adlon hält Ridge.

Im Adlon werden voraussichtlich auch die beiden Monarchen aus Jordanien und Großbritannien wohnen. Abdullah II. kommt am 7. Oktober, Elizabeth II. am 3. November nach Berlin. Das Adlon gilt nach dem Interconti als sicherstes Hotel der Stadt. Unklar ist noch, wo der israelische Ministerpräsident Ariel Scharon am 20. Oktober wohnen wird. Er gilt nach US-Präsident George Bush als einer der weltweit meistgefährdeten Politiker, für ihn gilt immer die höchste Gefährdungsstufe 1 – was den Einsatz von mehreren tausend Polizisten und massive Absperrungen bedeutet. Da das Interconti zum gewünschten Termin nach Tagesspiegel- Informationen ausgebucht ist, wird derzeit überlegt, den Besuch zu verschieben. Das Adlon hat nach eigenen Angaben keine Reservierungsanfrage.

Der türkische Ministerpräsident Erdogan soll am 3. Oktober im Schauspielhaus von Bundeskanzler Schröder mit dem „Quadriga“-Preis der Werkstatt Deutschland ausgezeichnet werden – ebenso wie der afghanische Präsident Hamid Karsai. Ob dieser an der Zeremonie aber auch teilnimmt, steht noch nicht fest. Ha

» Mehr lesen? Jetzt kostenfrei E-Paper testen!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben