Ich bin ein BERLINER (23) : "Wie, du bist Berlinerin?"

Geboren in Reinickendorf, aufgewachsen in Zehlendorf und jetzt Neuköllnerin. Trotzdem hört Lina Linke-Proske, 35, oft den Satz: "Wie, du bist Berlinerin?". In unserer Serie "Ich bin ein Berliner" erzählt sie, was sie am Leben in der Hauptstadt schätzt.

Jana Gioia Baurmann,Hendrik Müllenberg
Ich bin ein Berliner (23)
Ich bin ein Berliner (23)

Wenn mich Nicht-Berliner fragen, wo ich denn herkomme, sind viele überrascht: „Was, du bist eine echte Berlinerin?! Das hört man ja gar nicht …“ Ich kann nämlich berlinern, aber nur, wenn ich will.

Geboren wurde ich Reinickendorf, aufgewachsen bin ich dann in Zehlendorf. Als die Mauer fiel, das war wirklich der Wahnsinn. Einfach unglaublich. Alle waren aus dem Häuschen, selbst die Erwachsenen – als Kind merkt man dann, dass etwas Besonderes passiert sein muss. Und die vielen Trabis, die auf den Straßen unterwegs waren. Wir sind dann auch direkt rüber, in Kleinmachnow haben wir Softeis gegessen, das kostete nur ein paar Pfennige.

Ich hätte nie gedacht, dass ich irgendwann mal in Neukölln leben werde. Jetzt ist es passiert… Neukölln ist anscheinend der Ort, an dem man sein muss (lacht). Mit der Zeit lernt man hier im Kiez immer mehr Leute kennen, das mag ich. Beim Einkaufen, in Cafés … irgendwann ist das alles sehr vertraut. Manchmal fahre ich trotzdem gern in meine alte Heimat. Das viele Grün, das tut gut.

Lina Linke-Proske, 35, in Elternzeit: "Neukölln ist anscheinend der Ort, wo man sein muss"
Lina Linke-Proske, 35, in Elternzeit: "Neukölln ist anscheinend der Ort, wo man sein muss"

Vor 50 Jahren - am 26. Juni 1963 - hielt John F. Kennedy seine berühmte Berliner Rede. Hier erzählen 100 Berliner, was ihnen diese Worte bedeuten - und wie sie die Stadt heute erleben. Siemens unterstützt das Tagesspiegel-Projekt. Alle bisher erschienen Videos zu der Serie "Ich bin ein Berliner" finden Sie unter: www.tagesspiegel.de/berliner

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