Berlin : Ikea: Erster Spatenstich für den Neubau

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Knapp zwei Monate nach der vom Bezirk in Rekordzeit erteilten Baugenehmigung erfolgte gestern der erste Spatenstich für den Neubau des Ikea-Möbelhauses. Wie berichtet, investiert das schwedische Unternehmen 120 Millionen Mark, um den Standort an der Ruhlebener Straße zu seiner größten Verkaufsstelle in Deutschland zu erweitern. In der Realisierungsphase soll das vorgelegte "Spandauer Tempo" fortgesetzt werden, sagte Einrichtungshauschef Berthold Kempter.

Nachdem in den vergangenen Wochen bereits die Warenausgabe an die Seite des Lagerhauses verlegt wurde, begann jetzt dahinter der Bau des neuen Parkhauses für zunächst 1000 Stellplätze. Es soll bereits im Juni in Betrieb gehen und später nach Abriss des Lagers auf eine Gesamtkapazität von 1700 Fahrzeugen erweitert werden. Im Sommer beginnen dann auf dem jetzigen Behelfsparkplatz westlich des alten Kaufhauses die Arbeiten für das neue Möbelhaus. Ihm muss auch das alte Parkhaus weichen. Der Kundenbetrieb soll möglichst unbeeinträchtigt weiterlaufen. Nach Fertigstellung des ersten Bauabschnitts wird der Verkauf dorthin verlegt. Danach wird der Altbau abgerissen, an seiner Stelle entsteht die zweite Hälfte des neuen Gebäudes.

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Das Spandauer Ikea-Haus war 1979 als siebte Niederlassung des schwedischen Unternehmens in Deutschland eröffnet worden. Als eine der umsatzstärksten Filialen genügt es nicht mehr dem seit dem Mauerfall sprunghaft gestiegenen Kundenaufkommen. Mit dem Neubau wird auch die Zufahrt neu geregelt. Auf Kosten von Ikea entsteht eine vierspurige Erschließungsstraße zur Kreuzung Ruhlebener Straße/Charlottenburger Chaussee, die unter Einbeziehung der Teltower Straße zu einem Verkehrsknotenpunkt umgestaltet wird. An der bisherigen Zufahrt kommt es häufig zu Staus.

Bis zum geplanten Eröffnungstermin am 29. November 2002 wird sich die Verkaufsfläche von 9300 auf rund 20 000 Quadratmeter vergrößert haben, sagte Berthold Kempter, der gemeinsam mit Bürgermeister Konrad Birkholz (CDU) den ersten Spatenstich vornahm. Damit entstehen auch etwa 100 neue Arbeitsplätze. Für den Bezirk sei das Projekt "ein wichtiger Baustein für die wirtschaftliche Entwicklung, von dem auch andere im Spandauer Zentrum profitieren werden", sagte Baustadtrat Carsten Röding (CDU). Angestrebt werde, durch Nutzung der benachbarten Freiflächen in den nächsten Jahren "ein Möbelfachmarktzentrum im Westen Berlins" entstehen zu lassen.

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