Berlin : Im falschen Film

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Man glaubte sich an die Einführung des Farbfernsehens erinnert, so großartig hörten sich die Vorteile des DigitalFernsehens an. Massive Probleme nach dem Start haben die Medienanstalt kleinlauter gemacht, jetzt werden Versäumnisse und Fehler zugegeben. Von Empfangsproblemen, von Schwierigkeiten mit technischen Geräten oder Alarmanlagen – von all dem habe die Medienanstalt nichts geahnt. Berliner, die sich für rund 200 Euro eine Set-Top-Box gekauft haben und nun den Rat bekommen, sie müssten sich zusätzlich noch eine Antenne mit Verstärker anschaffen, um ein vernünftiges Bild zu haben, werden sich entsprechend ärgern. Vor allem Menschen, die am Müggelsee im neuen Tal der Ahnungslosen wohnen. Schließlich haben die Berliner um die Innovation nicht gebeten, sondern müssen dafür viel Geld bezahlen. Dafür kann man eine sorgfältige Vorbereitung und eine bessere Information verlangen – das wäre Aufgabe einer öffentlichen Einrichtung wie der Medienanstalt. Dann hätten sich Konsumenten besser entscheiden können – etwa für Kabelanschluss. Damit kann man auch Radio empfangen, hat noch mehr TV-Kanäle und braucht für den Zweitfernseher keine zweite Set-Top-Box.gn

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