In Berlin und außerhalb : Die Wochenendtipps

Was am Wochenende sonst noch so geboten ist in Berlin: Japan Festival, Latino-Chansons, Improvisationstheater und vieles mehr.

von und

IN BERLIN

Sayonara Urania.

Japan und Berlin – das scheint nicht zusammenzupassen. Gelten doch die Berliner als die unhöflichste Spezies der Welt und die Japaner als die höflichste. Am Wochenende nun kommen beide trotzdem zusammen: Beim Japan Festival Berlin in der Urania, An der Urania 1, Schöneberg. Sonnabend und Sonntag präsentiert sich das fernöstliche Land den Berlinern: mit Kampfkunst, Taiko-Trommeln, Theater, Sake, Origami, Mangas und Tipps fürs Reisen – jeweils von 10 bis 18 Uhr. Am Sonnabend spielt ab 18 Uhr die Band „Queen2“ (Tickets 10 bis 23 Euro). Nach dem Konzert gibt es am Sonnabend noch einen „Japanischen Gala Abend“ mit Musik von Pianistin Eiko Yamashita, Mezzo-Sopranisten Setsuko Jeanneret und Geoff Goodman, der Jazz mit Haikus kombiniert (Karten 29-35 Euro). Informationen unter www.japanfestival.de.

Giftige Chansons. Ein „androgyner Latin Lover am Klavier mit Vier-Oktaven-Stimme“ und eine „elfenartige Berliner Göre“ mit „Baby-Doll-Stimme“ – so beschreibt sich das Duo „Schwarzblond“ selbst: Monella Caspar und Benny Hiller geben am Sonnabend ab 18 Uhr ein Varieté-Konzert auf Schloss Friedrichsfelde Am Tierpark 125. „Schön aber giftig" heißt ihr Programm aus Popsongs und Chansons. Tickets für 19 Euro gibt es unter Telefon 515 314 07.

Wie die Birne. Hier wird aus der Fantasie von Zuschauern und Schauspielern sofort ein Theaterstück: Das Improvisationstheater-Ensemble „Turbine William wie die Birne“ tritt am Sonnabend zum ersten Mal mit einer besonderen Show im Kultursalon Roderich, Glogauer Straße 19 in Kreuzberg auf. Die zehn Schauspieler und und drei Musiker der Truppe werden von jetzt an jeden Samstag um 20 Uhr dort auf der Bühne stehen und jedes Mal etwas Neues ausprobieren. Infos unter www.turbinewilliam.de, Karten (10 bis 12 Euro) unter Telefon 325 347 28.

IN BRANDENBURG

Wo Gänse rasten. Tierische Wintergäste im Nationalpark Unteres Odertal stehen im Mittelpunkt einer rund dreistündigen Wanderung am Sonnabend. Um 10 Uhr setzt sich die Gruppe an der Stadtbrücke Schwedt zu den Rastplätzen von Schwänen, Gänsen und anderen Tieren in Bewegung. Infos unter Telefon 03332 /516 406, www.unteres-odertal.de

Lebende Kanonenkugeln. Absurditäten und Kuriositäten aus Varietés und Zirkussen zeigt das Artistenmuseum in Klosterfelde an der B 109 im Norden Berlins: Fotos und Dokumente von Haarmenschen und armlosen Musikanten, Riesen und Zwergen, Schwertschluckern, Todesspringern und lebenden Kanonenkugeln. Die Ausstellung ist bis zum 28. April an den Wochenenden von 14 bis 18 Uhr sowie montags bis freitags von 9 bis 18 Uhr geöffnet. Infos unter Telefon 033396/272, www.artistenmuseum.de

Claire und Tucholsky. Anlässlich des 75. Todestages von Kurt Tucholsky zeigt das Literaturmuseum im Schloss Rheinsberg eine Ausstellung über Else Weil, die erste Ehefrau Tucholskys. Als „Claire“ machte der Autor sie zu einer Figur in seiner Erfolgsgeschichte „Rheinsberg – ein Bilderbuch für Verliebte“. Darin verkörpert sie ein völlig neues Frauenbild. Die Ausstellung zeichnet bis zum 2. Februar das tragische Schicksal der Jüdin nach, die im KZ Auschwitz ermordet wurde. Das Museum ist dienstags bis sonntags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Infos unter Telefon 033931/39 007 oder im Netz unter www.tucholsky-museum.de.

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