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Berlin : Informationen und Kritik zum künftigen Großflughafen Berlin-Brandenburg-International ab Montag

Ulrike Fokken

Im Rahmen des Planfeststellungsverfahrens für den geplanten Ausbau des Flughafens Schönefeld zum künftigen Airport Berlin-Brandenburg-International (BBI) beginnt am Montag die Bürgerbeteiligung. Bis zum 15. Juni können die Unterlagen in 29 Auslegestellen eingesehen werden. In Berlin sind dies die Rathäuser Köpenick, Neukölln, Tempelhof und Treptow, in Brandenburg überwiegend die betroffenen Amtsverwaltungen. Bis zum 29. Juni haben Betroffene die Möglichkeit, ihre Einwände geltend zu machen, so Petra Stigler-Mertens vom Brandenburgischen Landesamt für Bauen, Verkehr und Straßenwesen.

Zusätzlich eröffnet die Flughafengesellschaft Berlin-Schönefeld (FBS) zwei Informationszentren. Hier sind die 49 Ordner übersichtlich nach den Themenbereichen Flughafenstruktur, Luftverkehr, Grunderwerb und Bodenverkehr geordnet, stehen Mitarbeiter für Erläuterungen bereit. Das Büro im ehemaligen Kaufcenter an der Zufahrt zum Betriebsbereich des Flughafens (gegenüber dem Bahnhof Schönefeld) ist werktags von 10 bis 20 Uhr und sonnabends von 10 bis 17 Uhr geöffnet (Telefon 6091 2007/2064). Das Info-Center bei der Berliner Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, An der Urania 4-10 (Telefon 9016 2036) kann werktags ab acht Uhr aufgesucht werden, montags bis mittwochs bis 16, donnerstags bis 18 und freitags bis 15 Uhr.

Ferner hat die FBS in einer Auflage von 25.000 Exemplaren einen "Wegweiser für den Planfeststellungsantrag" herausgegeben, der in den Auslegungsstellen und Informationszentren kostenlos erhältlich ist. Auf 82 Seiten werden die Inhalte des Antrags erläutert, häufig gestellte Fragen beantwortet und Hinweise gegeben, in welchen Ordnern sich detaillierte Unterlagen zu einzelnen Themen finden lassen. Von A wie Anhörungsverfahren bis W wie Wirbelschleppen erklärt ein Anhang die Fachbegriffe.

"Wir wollen den Bürgern das Zurechtfinden in dem Werk erleichtern und individuell möglichst alle Fragen unserer Nachbarn beantworten", sagte FBS-Geschäftsführer Hans Döhring. Das Jahr 2000 sei "entscheidend für das Projekt BBI". Der Bürgerverein Brandenburg-Berlin (BVBB), der den Flughafenbau verhindern will, eröffnet am Montag in Mahlow ein eigenes Büro zur Prüfung der Unterlagen und hat eine große Anzahl ausformulierter Einwendungen vorbereitet.

Inzwischen hat die Deutsche Bank dem Tagesspiegel bestätigt, dass sie in Verhandlungen über einen Eintritt in die Projektgesellschaft für den Flughafenbau steht. Man sei sehr an einem solchen Engagement interessiert, sagte ein Sprecher.

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