Berlin : Investor Hinkel erhielt Morddrohung Absender ist anonym

Staatsschutz ermittelt.

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Der Investor des umstrittenen Wohnhochhauses an der East Side Gallery am Friedrichshainer Spreeufer, Maik Uwe Hinkel, erhält „massive Drohungen“ per Mail. Das bestätigte er gegenüber dem Tagesspiegel, nachdem Medienberichte Zweifel an der Existenz solcher Drohmails aufkommen ließen. Inzwischen sei das „Kommunikationssystem“ seiner Firma abgeschaltet, erklärte Hinkel. „So was habe ich noch nie erlebt.“ Mindestens eine dieser anonymen Mails sei als „konkrete Morddrohung“ zu werten, sagte Hinkels Sprecher Jürgen Scheunemann.

Hinkel hatte am Montag auf eine Teilnahme am öffentlichen Forum StadtSpree verzichtet – auf Anraten des Landeskriminalamtes, hatte Scheunemann erklärt. Hinkel betont nun, sein Teilnahmeverzicht sei eine „ganz persönliche Entscheidung“ gewesen. „Wir raten niemandem davon ab, seine Grundrechte wahrzunehmen“, erklärte Polizeisprecher Stefan Redlich. „Wir weisen auf eine erhöhte Gefährdung hin, wenn eine vorliegt.“ Zum konkreten Fall wollte sich Redlich nicht äußern.

Nach Informationen des Tagesspiegels gab es ein Sicherheitsgespräch zwischen Hinkel und dem Berliner Staatsschutz. Das Ergebnis solcher Gespräche wird vertraulich behandelt. Wegen der Morddrohung laufen Ermittlungen.

Unterdessen wird weiter über die East Side Gallery verhandelt. Die Planer des Hotel- und Geschäftshauses „Waterfront Living“ hatten am Mittwoch eine „Bauberatung zur Vorbereitung des Bauantrags“, sagte Friedrichshain-Kreuzbergs Bezirksbürgermeister Franz Schulz (Grüne). Dabei ging es auch um eine gemeinsame Erschließung von Wohnturm und Hotel. Die Grünen in Friedrichshain-Kreuzberg favorisieren weiterhin den Verzicht auf jede Bebauung. Im Internet gibt es eine Simulation des geplanten Hotels. Thomas Loy

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