Filmstart "Sommer in der Provence" : Mehr Tragik als Komödie

Zum Ende des Sommers läuft in den deutschen Kinos die Tragikomödie „Ein Sommer in der Provence“. Wir haben den Film vorab für euch gesehen.

Cyrill Callenius
Plötzlich in der Pampa.
Plötzlich in der Pampa.Foto: Concorde Filmverleih GmbH

Adrien (Hugo Dessioux) und Lèa (Chloè Jounanet) möchten die Schulferien in Paris verbringen. Ihr kleiner taubstummer Bruder Théo (Lukas Pelissier) ebenfalls. Leider hat ihr Vater vor Kurzem die Familie verlassen und auch ihre Mutter hat beruflich viel zu tun. Deshalb müssen die drei die Ferien bei ihren Großeltern verbringen. Statt nach Paris fahren sie also in die Provence. Zwei Monate mit schlechtem Handynetz, mitten in der Pampa - nicht besonders attraktiv. Hinzu kommt ihr Opa (Jean Reno), den sie noch nie zuvor gesehen hatten und der sich auch über die erste Begegnung nicht wirklich erfreut zeigt.

Die Bezeichnung Tragikomödie wird diesem Film aber nicht gerecht. Es gibt zwar einige gute Gags, aber wer mit dem Anspruch ins Kino geht, eine Komödie zu sehen, wird hier eher enttäuscht werden. Der Ausgang der Geschichte ist trotz einiger Wendungen vorhersehbar. Zwar meint der Großvater in einer Szene: „Das Leben hat mehr Fantasie als wir“, doch insgesamt wird diese Fantasie hier nur in Teilen gezeigt.

Trotzdem: Alle Akteure machen vor der Kamera eine wunderbare Figur, gerade Jean Reno spielt den Großvater großartig. Neben den schauspielerischen Leistungen hat dieser Film auch die wunderschöne Provence zu bieten. Er strahlt diese Mentalität aus, die meistens nur Großstädter in kleinen Dorfgemeinschaften erkennen.

 

 

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