Tagestipps : Auf der Suche nach der Kapitalistensau

Diese Woche haben wir für euch zwei Sprechgesangskünstler, wie eine Deutschlehrerin sie wohl bezeichnen würde. Zusätzlich versuchen im Grünen Salon an der Volksbühne verschiedene Künstler sich Geld für ihre Sparschweine zu erspielen.

David Fresen
Und was macht ihr so am Wochenende?
Und was macht ihr so am Wochenende?Foto: dpa

Hopsin in Berlin
„The fiends are knocking at my door / should I give them what they´re Asking for? / They want it, need it, have it / Knock Madness“, das sind die ersten Zeilen auf dem neuesten Album von US-Rapper Hopsin "Knock Madness" . Das ist zwar bereits 2013 erschienen, aber nun kommt Marcus Hopson, wie Hopsin eigentlich heißt, auch nach Deutschland. Er thematisiert nicht nur den typischen Gangster-Rap, sondern lässt auch gesellschaftskritische Töne mit einfließen. Außerdem stellt er sich nicht als der Größte dar, sondern spricht über seine Probleme. Eigentlich sollte das Konzert schon im April stattfinden, aber es wurde verschoben. Ihr habt jetzt also die Chance, ihn noch einmal live zu erleben, denn, wie er selber sagt, wird das voraussichtlich sein letztes Album sein. Warum? Das erklärt er detailliert auf seinem Album – oder eben auf der Bühne.
Wann? Samstag, 18. Oktober, 19 Uhr
Wo? IMPERIAL, Friedrichstraße 101
Wieviel? Ca. 24 Euro


Wie Straßenmusik, nur anders
Kennt jeder, hört jeder, mag jeder. Kommt jedenfalls so rüber. Der britische Singer-Songwriter Passenger hat einfach eine Art, die einem sympathisch sein muss. Genauso seine Musik. Manchmal denkt man, dass er auch ein Straßenkünstler sein könnte, so natürlich und ungezwungen ist seine Musik. Sie kostet nur ein bisschen mehr.
Wann? Sonntag, 19 Oktober, 20 Uhr
Wo? Columbiahalle, Columbiadamm 13-21
Wieviel? Ca. 34 Euro

Auf der Suche nach der Kapitalistensau

Kennt ihr das? Man geht ins Theater, bezahlt 20 Euro Eintritt und denkt danach: Hmm, schade. Hat sich irgendwie nicht gelohnt. Bei "Kunst gegen Bares" seid ihr der Chef was die Kohle angeht. Etwa zehn Künstler treten auf, wobei der Begriff "Künstler" natürlich weit gefasst ist. In der Regel trifft man auf einige Comedians und Musiker, ab und zu ist aber auch ein Zauberer oder ein Akrobat dabei. Jeder darf knapp zehn Minuten auf die Bühne, danach ist das Publikum am Zug. Jeder Künstler bekommt ein Sparschwein und die Zuschauer werfen Münzen hinein, je nachdem, was ihnen am Besten gefallen hat. Der Gewinner freut sich am Ende über ein volles Sparschwein und den Titel "Kapitalistensau des Abends".

Wann? Mittwoch, 15. Oktober, Einlass: 19 Uhr

Wo? Grüner Salon neben der Volksbühne, Rosa-Luxemburg-Platz

Wieviel? 5 Euro + X

Kein Chart-HipHop
Atmosphere nennt sich ein HipHop-Projekt, das Mitte der 90er Jahre gegründet wurde. Ursprünglich mal zu dritt, besteht die Band jetzt nur noch aus dem Rapper Slug (Sean Daley) und dem Produzenten Ant (Anthony Davis), auch wenn immer mal wieder ein paar andere Künstler mit ihnen zusammen auftreten. Die beiden erzeugen mit ihren Songs genau das, was der Name verspricht. Atmosphere legt Wert darauf, nicht zum typischen Chart-Hip-Hop abzudriften und nicht nur über Waffen, Frauen und Drogen zu rappen.
Wann? Freitag, 17. Oktober, 21 Uhr
Wo? C-Club, Columbiadamm 9-11
Wieviel? Ca. 22 €

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