Berlin : Kamelle für alle

Björn Seeling

wünscht sich ein Unterrichtsfach Karneval Es ist an der Zeit, ein neues Schulfach einzuführen: Karneval. Noch Jahre nach der Besetzung Berlins durch rheinländische Pappnasen herrscht Verwirrung: Heißt es nun Kamelle oder Kamellen? Warum wirft man sich dort „Helau“ und „Alaaf“ an den Kopf und hier „Heijo“? Wo schlagen eigentlich die Funken aus den Mariechen? Weshalb findet der Rosenmontagsumzug in Berlin an einem Sonntag statt?

Fragen über Fragen, die nur durch eine ernsthafte Behandlung des Stoffs im Unterricht beantwortet werden können. Am besten sollte Karneval schon ab Klassenstufe eins auf dem Lehrplan stehen. Ein Muss ist die Kombination mit dem Fach Rechnen. Denn die Meldungen über die Besucherzahlen der Karnevals-Parade am Sonntag zeigen, dass ernsthafte Karnevalisten etwas von höherer Mathematik verstehen. Sie zählten schon 900000 Zuschauer, als die Strecke noch halb leer war. Und was wird aus dem, der im Fach Karneval die Note eins erhält? Er könnte zur Polizei gehen, die erst 100 000 und dann 750 000 Besucher zählte. Oder als Manager bei der Love Parade anfangen. Denn dort mangelt es ja auch an großen Nummern.

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