Berlin : Katastrophenschutz: Sogar Zahnbürsten schon verladen

CS

Die Lastwagen sind beladen, die DRK-Kräfte einsatzbereit: Keine Minute will das Deutsche Rote Kreuz verlieren, sollte sich in Berlin eine Katastrophe ereignen. Das war vor dem 11. September anders, als das World Trade Center noch stand. Es gab keine Anweisung, bereit für den Einsatz zu sein. Und die Lkw für Sanitätseinsatze oder zur Versorgung der Bevölkerung standen leer in der Garage. Man hielt einen Einsatz für derart unwahrscheinlich, dass alle die Vorsorge etwas gemächlicher angingen.

Doch nun "sind wir alarmiert", sagt Marianne Pohl. Sie ist die Landeskatastrophenschutzbeauftragte des DRK und kann im Notfall in Berlin 300 ehrenamtliche Helfer aus zehn DRK-Kreisverbänden mobilisieren. Ähnlich stark sind auch die anderen freien Hilfsorganisationen Arbeiter-Samariter-Bund, Malteser und Johanniter, deren Einsatz im Falle einer Katatstrophe gleichfalls vorgesehen ist.

Nach den derzeitigen Plänen sollen sie jeweils für ein bestimmtes Stadtgebiet zuständig sein und dort vor allem Verletzte betreuen oder Menschen, die obdachlos geworden sind. Das ist mit der Feuerwehr exakt abgestimmt. Sie müssen also Medikamente, Verbandsstoffe, warme Kleidung und kistenweise Lebensmittel parat haben und wissen, wo und wie man Tausende provisorisch unterbringt.

Deshalb hat das DRK auf seine Lastwagen Deckenstapel, Kisten mit Kleidung oder Feldbetten gewuchtet und natürlich auch die klassischen Sanitätskästen zur Erstversorgung Schwerverletzter. Doch auch für die Mundhygiene ist vorgesorgt. Dafür gibt es Kartons mit hunderten Zahnbürsten.

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