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Kein Buch geplant : Sarrazin erteilt Verlagen offenbar eine Absage

Ursula Sarrazin wird offenbar in nächster Zeit kein Buch schreiben. Das teilte zumindest ihr Ehemann und Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin mit. Zunächst hatte es geheißen, es sei ein Buch über Bildungsfragen geplant.

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Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin und seine Frau Ursula bei der Verabschiedung im Roten Rathaus 2009.
Ex-Finanzsenator Thilo Sarrazin und seine Frau Ursula bei der Verabschiedung im Roten Rathaus 2009.Foto: dpa

Die Schulverwaltung prüft die Vorwürfe von Eltern gegen Ursula Sarrazin, die als Lehrerin an der Reinhold-Otto-Grundschule in Westend arbeitet. Sie hat die Vorwürfe stets bestritten, Kinder zu beschimpfen oder Kollegen anzuschreien.

Ungeachtet dessen hat die Ehefrau des Ex-Finanzsenators und Bestseller-Autors Thilo Sarrazin das Interesse von Verlagen geweckt. „Sie hat ein halbes Dutzend Buchanfragen bekommen“, sagte Thilo Sarrazin am Sonntag dem Tagesspiegel. Stoff dafür hätte sie, da sie seit Jahren ein Tagebuch führe. „Aber ein Buch zu schreiben, ist bei meiner Frau zurzeit überhaupt kein Thema“, sagte Sarrazin und dementierte damit eine entsprechende Meldung eines Wochenmagazins.

Gegen Thilo Sarrazin läuft derzeit ein Parteiausschlussverfahren der SPD. Zudem war er im September von seinem Amt als Bundesbankvorstand abberufen worden. Sarrazin hatte bestimmten Gruppen von Migranten die Bereitschaft zur Integration abgesprochen. Für Empörung sorgten vor allem seine Bemerkungen über angeblich genetisch vorgegebene Intelligenzdefizite bei Migrantengruppen. Diese Aussage hatte er in der zweiten Auflage seines Buchs „Deutschland schafft sich ab“ abgeändert. Das Buch mit den umstrittenen Thesen erreichte eine Millionenauflage. (mit AFP)

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