Berlin : Kein Seelachs

Bernd Matthies

kämpft mit für eine saubere Spree Immer, wenn sich mal ein Lachs in den Rhein verirrt, bricht an seinen Ufern großer Jubel aus. So sauber! heißt es dann, kann man glatt drin baden. Allerdings hat das seit Klaus Töpfers legendärer Notwasserung niemand mehr versucht, und auch von den Lachsen ist nur wenig zu sehen. Deshalb hören wir mit einer gewissen Skepsis, dass die Wasserbetriebe nun in den kommenden Jahren die Spree auf Badewasserqualität trimmen wollen. Den Slogan „Kein Seelachs wie der Spreelachs“ hätten wir ja schon – aber ob der Plan wirklich gelingt?

Einfacher als beim Rhein ist es ganz sicher, denn zwischen Spreewald und Museumsinsel gibt es ja kaum noch Betriebe, die uns das Badewasser versauen könnten. Ja, es könnte sich herausstellen, dass die Reinigung vorausschauende Politik ist, denn bald werden wir uns unsere Stadtbäder ohnehin nicht mehr leisten können. Die Bäder-Betriebe setzen dann einfach nur noch einen Bademeister oben auf die Weidendammer Brücke, der beim Planschen drunten für Ordnung sorgt. Und nebenbei kann er ja ein paar Lachse für den Landeshaushalt fangen.

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben