Berlin : Ken M. gilt als suizidgefährdet Täter steht in seiner Einzelzelle unter Beobachtung

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Den ganzen Tag lang ist der unter Mordverdacht stehende 16jährige Ken M. (Name geändert) gestern von Ermittlern der Mordkommission vernommen worden. „Die Vernehmung ist nicht einfach“, sagte der Leiter der 3. Mordkommission, Klaus Ruckschnat. Wie berichtet, hatte Ken M. gestanden, am Sonnabend den siebenjährigen Christian Sch. in einem Gebüsch in Zehlendorf aus völlig banalem Anlass erschlagen zu haben. Weitere Details musste die Kripo dem Jungen gestern regelrecht aus der Nase ziehen. Der Sohn eines US-Soldaten ist von Lehrern als wenig redegewandt und unsicher geschildert worden.

Hinweise auf die weiterhin vermisste Kleidung des siebenjährigen Opfers hat die Polizei gestern nicht erhalten. Ken M. hatte sie nach der Tat dem Jungen ausgezogen und nach seinen Angaben in der Nähe weggeworfen. Dort ist sie jedoch trotz intensiver Suche der Polizei nicht gefunden worden. Christian trug zur Tatzeit ein rotes, so genanntes Muskelshirt mit der Zahl 92 auf der Brust sowie eine rote, knielange Hose. Schuhe trug der Junge – wie üblich an warmen Tagen – nicht. Wieso Ken M. die Kleidung beseitigte, dazu gibt es zwei Theorien: entweder um Spuren zu beseitigen oder um ein Sexualdelikt vorzutäuschen. Die Kripo berichtete, dass eine Gruppe von Anwohnern die Suche nach der Kleidung auf eigene Faust fortsetzte. Weiterhin gebe es keine Anhaltspunkte, dass M. einen Komplizen hatte oder Augenzeugen, die die Tat beobachtet haben.

Ken M. ist in der Jugendstrafanstalt Plötzensee untergebracht, wie üblich in einer Einzelzelle. In Plötzensee wurde er gestern als „bedrückt, still und unauffällig“ beschrieben. Da ein Arzt und ein Psychologe eine Suizidgefahr konstatiert haben, steht der Jugendliche unter Beobachtung. In die für Jugendliche übliche Untersuchungshaftanstalt „Kieferngrund“ in Lichtenrade soll M. erst in einigen Tagen, nach der üblichen Röntgenuntersuchung, verlegt werden. Ha

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